Hauseigentümer fürchten den Fiskus

Für einmal sei nicht er verantwortlich für einen Stau in der Innenstadt, sagt Stadtrat Nino Cozzio vor den Mitgliedern des städtischen Hauseigentümerverbandes.

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Für einmal sei nicht er verantwortlich für einen Stau in der Innenstadt, sagt Stadtrat Nino Cozzio vor den Mitgliedern des städtischen Hauseigentümerverbandes. In der Tat drängten sich am Dienstag rund 450 Personen vor dem Eingang zur Olma-Halle – ein Besucherrekord an einer Hauptversammlung des Verbandes. Cozzio nahm die Hauseigentümer in seinem Grusswort in die Verantwortung. Eigentum sei ein unentbehrliches Recht der Demokratie. Es sei aber nicht nur Privileg, sondern gehe mit Pflichten einher: «Die Hauseigentümer müssen zur Attraktivität der Stadt beitragen.» Auch in diesem Jahr machte sich Solenthaler gegen politische Vorlagen stark, allen voran gegen die Erbschaftssteuer-Initiative. «Wenn sich Leistung nicht mehr lohnt, setzt ein schleichender Niedergang ein», sagte er. Auch die kantonale Vermögenssteuer-Initiative empfahl er zur Ablehnung.

Verkehrsanbindung verbessern

Hingegen setzte sich Solenthaler für die Engpassbeseitigung am Rosenberg ein. Auch städtische Anliegen liess Solenthaler nicht aus. Zwar beteiligte sich der HEV nicht am Abstimmungskampf um den Marktplatz. Als «unbeteiligter Dritter» warf Solenthaler dennoch die Frage auf, ob die Sanierung städtischer Schulhäuser nicht Vorrang habe vor einem dritten Anlauf Marktplatz. Die offiziellen Traktanden warfen denn auch keine Wellen. Die Rechnung, die einen Gewinn von rund 2000 Franken sowie Kapital von 453 000 Franken ausweist, wurde wie alle übrigen Traktanden einstimmig genehmigt. Im vergangenen Jahr konnte der Verband zudem 197 Neumitglieder gewinnen. (nh)