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Haus im Ruthen in Walzenhausen erhält Erweiterungsbau

Das Wohnheim „Haus im Ruthen“ in Walzenhausen betreut und begleitet seit 1958 Frauen mit einer geistigen und / oder psychischen Beeinträchtigung. Bis November 2019 entsteht ein Erweiterungsbau für 1,5 Mio. Franken hoch über der evangelischen Kirche.
Vor dem „Haus im Ruthen“ wird Richtung Bodensee ein Ergänzungsbau mit zehn Zimmern errichtet. (Bild: PD)

Vor dem „Haus im Ruthen“ wird Richtung Bodensee ein Ergänzungsbau mit zehn Zimmern errichtet. (Bild: PD)

Seit dem 1. Januar 1999 führten Michel und Jeannette Vautier das Wohnheim als private Institution. Am 1. Juli 2013 übernahmen Sohn Joël mit Ehefrau Sandra Vautier die Leitung. Ein Team von 13 Mitarbeiterinnen, einer Lernenden und einer Praktikantin bietet 24 Frauen ein Zuhause in einer Grossfamilie. In dieser Gemeinschaft können sich die Klientinnen mit ihren Interessen und Fähigkeiten einbringen. Die Bewohnerinnen werden darin unterstützt, so eigenständig und selbstbestimmt wie möglich zu leben. Dies bedeutet auch, dass sie bis zum Lebensende im Wohnheim bleiben können.

Als eine vom Kanton Appenzell Ausserrhoden anerkannte Einrichtung für erwachsene Menschen mit einer Behinderung wird die Finanzierung der Lebensplätze über IV-Rente und Ergänzungsleistungen sichergestellt.

Separater Neubau neben Haupthaus

An traumhafter Lage mit herrlichem Blick über den Bodensee soll im November 2019 der Erweiterungsbau zum „Haus im Ruthen“ bezugsbereit sein. Es entstehen zehn Einzelzimmer, ein Atelierraum sowie ein Aufenthaltsraum mit Küche in einem separaten Neubau in unmittelbarer Nähe zum jetzigen Haupthaus. Die Einzelzimmer verfügen alle über ein eigenes Bad mit Dusche, WC und Lavabo sowie einem Fernsehgerät und einem Kühlschrank. Weiter werden den Bewohnerinnen auch Waschmaschine und Tumbler zur Verfügung stehen. In Ergänzung zum bestehenden Angebot erhalten sie damit die Möglichkeit, bedarfs- und ressourcenorientiert mehr Selbstverantwortung zu übernehmen. So können beispielsweise Mahlzeiten selber zubereitet, die eigenen Kleider selber gewaschen und freie Ausgangszeiten erlebt werden.

Mehr Eigenständigkeit erlangen

Dank der Nähe zum bestehenden Angebot ist es möglich, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen um schrittweise mehr Eigenständigkeit zu erlangen. Ziel ist es, mit den Klientinnen zusammen die für sie optimale Wohnform herauszufinden mit einem möglichst hohen Grad an Selbstbestimmung und Autonomie, ohne dabei zu überfordern. Dank der individuellen Abstimmung des Unterstützungsbedarfs und der Durchlässigkeit der einzelnen Angebote können so auch Trainings oder Wohnversuche stattfinden, ohne das bisher Bewährte aufgeben zu müssen.

Was lange währt …

„Ein Markstein ist gesetzt“, bekräftigte am Mittwoch Architekt Werner Schoch, Lutzenberg, beim Spatenstich. 2016 hätten erste Gespräche stattgefunden. Infolge zu geringem Waldabstand kam eine Erweiterung Richtung Norden nicht in Frage. Aus diesem Grund entschieden sich Bauherrschaft und Architekt für einen Neubau Richtung Bodensee in den steilen Hang hinein. Zum Schluss wünschte Schoch eine gute und unfallfreie Bauzeit. Gemeindepräsident Michael Litscher freute sich über den Ergänzungsbau, welcher den Bewohnerinnen mehr Komfort im Ausbau-Standard biete. Ein Bauen in dieser anspruchsvollen Zeit zeige die Verbundenheit und Verankerung der Familie Vautier mit Walzenhausen auf.

Ende November sollte der Ergänzungsbau fertig sein. Ab dann werden maximal dreissig Frauen in beiden Gebäuden einen Lebensplatz finden.

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