Hauptziel: Mehr Wähler im Kanton

An der Hauptversammlung der Kreispartei der SVP Toggenburg hat die Partei das Wahl- und Abstimmungsjahr eingeläutet: Heinz Habegger und Toni Brunner wurden als Kandidaten für die Nationalratswahlen aufgestellt und anstehende Abstimmungen wurden eingehend thematisiert.

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Zuversichtlich ins Wahljahr: (von links) Heinz Habegger, Präsident der SVP Toggenburg, Toni Brunner und Wahlkampfleiter Michael Grossmann. (Bild: cbu)

Zuversichtlich ins Wahljahr: (von links) Heinz Habegger, Präsident der SVP Toggenburg, Toni Brunner und Wahlkampfleiter Michael Grossmann. (Bild: cbu)

Kirchberg. «Nomination National- und Ständeräte», so hiess das neunte Traktandum an der Hauptversammlung der Kreispartei der SVP Toggenburg am Freitagabend. Wahlkampfleiter Michael Grossmann aus Brunnadern rief die 61 anwesenden Parteimitglieder zur Mitarbeit auf und definierte das Ziel der Kreispartei: «Natürlich wäre es schön, wenn wir einen fünften oder gar sechsten Sitz erreichten. Doch das ist nicht unser Hauptziel. Vielmehr wollen wir unseren Wähleranteil im Kanton St. Gallen auf 38,2 Prozent erhöhen.» Zur Zielerreichung brauche es allerdings die Mithilfe der Basis, so der Wahlkampfleiter.

Brunner und Habegger

Michael Grossmann äusserte sich auch zu den Erwartungen an die künftigen National- und Ständeräte: «Wir brauchen in Bern Personal, das daran arbeitet, die Freiheit und die Unabhängigkeit der Schweiz zu bewahren und die unkontrollierte Einwanderung zu stoppen.»

Für den Kreis Toggenburg haben die SVP-Mitglieder an diesem Abend Heinz Habegger aus Nesslau und Toni Brunner aus Ebnat-Kappel einstimmig als Nationalratskandidaten nominiert.

Ein Parteimitglied wies darauf hin, dass auch die Nomination eines Ständerats traktandiert sei. Dessen sei man sich durchaus bewusst, aber vorerst sehe man von einer Nomination ab, erklärte Heinz Habegger, Präsident der SVP Toggenburg. Die Gegenparteien hätten ihre Karten diesbezüglich auch nicht offen gelegt. Toni Brunner ergänzte: «Aber wir können schon heute sagen, dass die SVP in allen Kantonen zu den Ständeratswahlen antritt.»

Ein Mitglied mehr im Kreis

Während man im ganzen Kanton einen grösseren Wähleranteil anstrebt, sprach Heinz Habegger auf Kreis-Ebene von einem Jahr der Konsolidierung. «Der Preis für den grössten Mitgliederzuwachs geht dieses Jahr an Krinau. Diese Ortspartei hat genau zwei Mitglieder mehr als letztes Jahr», so der Präsident. Aktuell zählt der Kreis Toggenburg 628 SVP-Mitglieder. Unter Berücksichtigung von Neuzuzügern, Verstorbenen und Weggezogenen bedeutet dies für die Kreispartei einen Zuwachs von einem Mitglied im letzten Jahr.

Kassier Andreas Rutz berichtete, dass das Budget 2011 ausgeglichen sein werde, während «unser Norm-Konto einen Verlust von 156 Franken und das Wahl-Konto ein Plus von gut 2500 Franken aufweisen.» Den Verlust erklärte er damit, dass eine Ortspartei ihren Beitrag an die Kreispartei noch nicht bezahlt habe.

Unterschiedliche Meinungen

Die allgemeine Umfrage wurde vor allem zum Meinungsaustausch über die Initiative «Freie Schulwahl auf der Oberstufe» genutzt. Eine Mutter von vier Kindern zeigte sich frustriert über die schlechte Zusammenarbeit mit den Schulbehörden und wäre daher froh, wenn sie die Schule frei wählen könnte.

Ein weiteres Parteimitglied votierte dafür, dass mehr Lehrpersonen Parteimitglied der SVP oder SVPler vermehrt Lehrer werden sollten. Heinz Habegger, der sich seit 15 Jahren im Kantonsrat mit Fragen der Bildungspolitik beschäftigt, bezog klar Stellung gegen die Initiative: «Wir haben ein sehr gutes Schulsystem, aber wir geben auch viel Geld dafür aus. Würde die Initiative angenommen, so fände eine gesunde Durchmischung in den Klassen nicht mehr statt, von den immensen Mehrkosten und der Unmöglichkeit der Raum- und Personalplanung ganz zu schweigen.» (cbu)