HANGRUTSCH: Hang kommt nicht zur Ruhe

Gut eine Woche nach dem Hangrutsch im Gebiet Rumpf ist das Erdreich noch immer in Bewegung. Die Experten werden die Situation weiterhin genau im Auge behalten.

Drucken
Teilen
Daniel Rhiner (links) und Moritz Daubenberger begutachten den immensen Schaden. (Bild: Urs M. Hemm)

Daniel Rhiner (links) und Moritz Daubenberger begutachten den immensen Schaden. (Bild: Urs M. Hemm)

Es war in der Nacht von Donnerstag auf Freitag vergangener Woche, als sich plötzlich zwischen 70000 und 100000 Kubikmeter Erdreich in Bewegung setzten und die Rumpfstrasse auf einer Länge von gut 50 Metern komplett zerstörte. «Seit Freitag ist der Hang noch einmal rund 1,5 Meter abgerutscht. Alleine seit Mittwoch haben sich die von uns gesetzten Messmarkierungen je nach Standort um etwa 60 cm bewegt», sagt Moritz Daubenberger, Ingenieur bei der Schällibaum AG.

Für Daniel Rhiner, Leiter Sicherheit und Infrastruktur der Gemeinde Wattwil, ist dieser enorme Wert auf die heftigen Niederschläge der vergangenen Tage zurückzuführen. «Im Wasser vermuten wir auch die Ursache für den Hangrutsch überhaupt», sagt er. Sobald sich die Lage beruhigt habe, sei geplant, Drainagen in den Hang zu legen, um ihn zu entwässern.

Bis dies möglich ist, sind in Absprache mit dem Forstdienst bereits Baumfällarbeiten im Gange. «Viele Bäume wurden vom Erdrutsch mitgetragen und sind daher völlig instabil. Im Sinne der Sicherheit müssen wir sie leider fällen», sagt Daniel Rhiner.

Der nächste wichtige Schritt wird der Bau einer provisorischen Strassenverbindung sein, damit die Anwohner des Hinterrumpf wieder Zugang zu ihrer Liegenschaft haben. «Solange der Hang aber noch in Bewegung ist, ist eine solche Massnahme nicht sinnvoll», sagt Daniel Rhiner.

Urs M. Hemm

urs.hemm@toggenburgmedien.ch