HANGRUTSCH: Der Hang ruht

Der Hang im Gebiet Rumpf ob Wattwil hat sich beruhigt und bewegt sich nur noch wenig. Die Verantwortlichen haben mit der Instandstellung der Strasse begonnen.

Urs M. Hemm
Drucken
Teilen
Die provisorische Verbindungsstrasse für die Notversorgung sollte Ende kommender Woche fertiggestellt sein. (Bilder: Urs M. Hemm)

Die provisorische Verbindungsstrasse für die Notversorgung sollte Ende kommender Woche fertiggestellt sein. (Bilder: Urs M. Hemm)

Urs M. Hemm

urs.hemm

@toggenburgmedien.ch

Unermüdlich schaufeln die Bagger Kies, Geröll und Lehm in die Risse und Löcher, welche der Hangrutsch vom 2. auf den 3. März im Gebiet Rumpf verursacht hatte. «Bleibt das Wetter mehrheitlich trocken, sind wir zuversichtlich, dass bis Ende nächster Woche die Strasse für die Notversorgung der Liegenschaften in Hinterrumpf gewährleistet werden kann», sagt Daniel Rhiner, Leiter Sicherheit, Infrastruktur und Unterhalt der Gemeinde Wattwil. Doch auch wenn es regnen sollte, dürften die Drainagen, die derzeit angelegt werden, die Situation beruhigen. «Nach den letzten Messungen hat sich der Hang nur noch um drei bis vier Zentimeter durchschnittlich pro Tag bewegt», erläutert Ingenieur Moritz Daubenberger von der Schällibaum AG. Die Drainagen führen das Wasser aus dem Hang unter der Strasse ab und sollen schliesslich den Hang möglichst entwässern und so stabilisieren. Dennoch steht den Arbeitern noch viel bevor. «Der ganze Hang ist voller Verwerfungen. Wie weiter vorgegangen werden soll, muss das Forstamt entscheiden», sagt Daubenberger. Um genau diese Entscheidungen fällen zu können, sind Vertreter der Gemeinde, der Waldregion 5 sowie des Kantons zusammengekommen. Dies nicht nur, um über das weitere Vorgehen zu befinden. Es geht auch darum, wer – Gemeinde Wattwil und Kanton St. Gallen – wie viel der anfallenden Kosten trägt. «Die Höhe des Aufwandes ist zurzeit noch nicht abzuschätzen. Dies ist auch abhängig davon, wie schnell sich die Situation beruhigt», sagt Daniel Rhiner. Die Beteiligten sind jedoch zuversichtlich, obwohl die Ausmasse des Ereignisses aussergewöhnlich sind, praktikable Lösungen zu finden. «Wichtig ist, dass die Strasse so bald als möglich wieder passierbar ist. Noch wichtiger ist aber, dass die Strasse wieder sicher passierbar ist», sagt Daniel Rhiner. Dafür muss einerseits der Hang stabilisiert werden, andererseits das eingebrachte Material für den Strassenbau richtig verdichtet werden. «Insgesamt verbauen wir allein für die Strasse rund 300 Kubikmeter Kies und Schotter», sagt Rhiner.