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HANDBALL: TVA unterliegt im Oster-Derby

Der TV Appenzell verliert das Finalrunden-Rückspiel gegen den SV Fides knapp mit 23:25. Nach einer fulminanten Startphase können die Innerrhoder den Schwung nicht in die zweite Halbzeit hinüber nehmen.
Thomas Hutter
TVA-Spieler Lukas Gamrat kämpft sich durch die Abwehr des SV Fides. (Bild: Thomas Hutter)

TVA-Spieler Lukas Gamrat kämpft sich durch die Abwehr des SV Fides. (Bild: Thomas Hutter)

Thomas Hutter

redaktion

@appenzellerzeitung.ch

Nach dem Erfolg gegen Wohlen vom vergangenen Wochenende durfte man gespannt sein, ob die Erstliga-Handballer des TV Appenzell im Rückspiel gegen den SV Fides erneut reüssieren würden. Das Hinspiel der Finalrunde hatten die Innerrhoder im Feb­ruar äusserst knapp in letzter Sekunde mit 19:18 für sich entschieden. Die Chancen auf einen Sieg standen ausgesprochen gut, denn die Innerrhoder konnten im Athletik Zentrum in St. Gallen mit dem fast vollzähligem Kader antreten. Die Appenzeller legten einen beeindruckenden Start hin, diktierten ein schnelles Spieltempo und lagen in der vierten Minute bereits mit 3:0 in Führung. Mit einem jeweils vorgelagerten Mann in der Abwehr erschwerten sie den St. Gallern den Spielaufbau. Sie profitierten von gegnerischen Fehlern, spielten den Ball schnell nach vorne und suchten konsequent den raschen Torabschluss.

Die etwas überrumpelten St. Galler bekundeten Mühe, die eigene Abwehr dem überraschend rasanten Spieltempo der Appenzeller anzupassen. Der TVA leistete sich zudem sowohl im Spielaufbau wie auch im Abschluss keine Fehler, sodass Fides-Torwart Oertig bald einmal durch den routinierteren Lukas Buff ersetzt wurde. Den St. Gallern gelang es in der Folge, einen 1:5-Rückstand langsam wieder wettzumachen und bis zur 14. Minute zum 7:8 aufzuschliessen. Einen wesentlichen Anteil daran hatte Bastian Wetzel, der bis zum Schluss acht Zähler verbuchen konnte. Nachdem Fides nun auch seine Abwehrreihen besser schloss, machte der TVA vor allem dank Lukas Gamrat aus dem Rückraum mehr Druck. Allerdings nutzte der TVA Überzahlsituationen schlecht und kassierte in der 24. Minute den Ausgleichstreffer zum 12:12. Der Angriff der Appenzeller verlor nun deutlich an Fahrt, und die St. Galler nutzen die Gunst der Stunde, nach starken Flügelaktionen erstmals die Führung zu übernehmen und mit einem leichten Vorsprung von zwei Toren in die Halbzeitpause zu gehen.

Die Innerrhoder wurden nervöser

Da die Innerrhoder nun zurückhaltender zu Werke gingen und sich im Spielaufbau viel Zeit liessen, verlor das Spiel deutlich an Dynamik. Sven Sutter wurde am Kreis eng gedeckt, und auch die Flügelspieler wurden nicht mehr aus den Augen gelassen, sodass sich für den TVA kaum neue Angriffsoptionen eröffneten. Nach einem harten Foul an Thomas Loser durch St. Gallens Marcel Misteli musste dieser mit lädierter Hand vom Platz, was die Flügelposition weiter schwächte. Da die Appenzeller mit ihren langen Ballrotationen nun immer wieder knapp am Zeitlimit kratzten, blieben die unter Zugzwang durchgeführten Torschüsse für St. Gallens Torwart Buff oft vorhersehbar. Im Innerrhoder Tor hingegen wurde Raffi Graf deutlich härteren Prüfungen unterzogen, da Fides das Spieltempo sukzessive erhöhte und dem TVA phasenweise kaum Gelegenheit liess, die eigene Abwehr zu organisieren (20:24; 51. Minute). Gamrat und Manser konnten in dieser entscheidenden Spielphase den Rückstand aber dank grosser Treffsicherheit wieder auf zwei Tore Differenz reduzieren.

So schien es fünf Minuten vor Schluss, als könnte der TVA noch die Wende herbeiführen, was Fides prompt zu einer Auszeit veranlasste. Mit einer engen Manndeckung und zwei Glanzparaden durch Graf gelang es dem TVA, den Angriff der St. Galler deutlich zu bremsen. Doch Buff vereitelte ebenfalls einen Gegenstoss-Treffer, und nachdem die sichtbar nervösen Innerrhoder dreimal in Folge im Angriff den Ball verloren, waren die St. Galler nicht mehr einzuholen und entschieden die Partie mit 25:23 knapp für sich.

Der TVA spielte mit: Thomas Brülisauer / Raffael Graf (Tor), Lukas Gamrat (7), Fabian Geiger, Yannick Inauen (5), Nicolas Knechtle, Thomas Loser, Lukas Manser (2), Rene Rigas (1), Sabljo Marko, Sutter Sven (4), Elias Valaulta (3), Dano Waldburger (1), Fabian Wüthrich.

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