HANDBALL: Traum vom Aufstieg ist aus

Der TV Herisau vergibt auswärts gegen KJS Schaffhausen auch die letzte Chance, sich für die Barrage zu qualifizieren.

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Rückraumspieler Kobelt war der sicherste Herisauer Schütze. (Bild: PD)

Rückraumspieler Kobelt war der sicherste Herisauer Schütze. (Bild: PD)

Im Spiel gegen den KJS Schaffhausen konnten die Herisauer nicht an die zuletzt gezeigte Leistung gegen den Leader Goldach-Rorschach anknüpfen. Sie starteten bereits verhalten in die Partie. Die ersten Angriffe wurden alle vergeben, was noch keine Konsequenzen hatte, da auch der Gastgeber Mühe bekundete, Chancen zu kreieren. Immerhin stand die Herisauer Verteidigung zu Beginn gut und Goalie Bühler war wieder der starke Rückhalt für sein Team. Beide Mannschaften hatten nur wenige zwingende Aktionen. So stand es nach 15 Spielminuten erst 4:3 für den TV Herisau. Vor allem im Spielaufbau fehlte es den Herisauern an Spielwitz, Tempo und Druck. Praktisch alle Tore fielen nur durch Einzelaktionen. Nur selten gelang ein Treffer aus dem Überzahl- oder Kombinationsspiel heraus, wobei auch in der Chancenverwertung des öfteren gesündigt wurde. Rückraumspieler Kobelt konnte sich aus der Distanz in Szene setzen und war mit sieben Toren in der 1. Halbzeit fast im Alleingang für die Herisauer Führung verantwortlich. Dank ihm und Goalie Bühler konnte sich der TV Herisau zur Pause mit 12:9 absetzen. Die zweite Spielhälfte gehörte dann jedoch ganz dem Heimteam. Der TV Herisau vermochte sich nicht mehr zu steigern, eher das Gegenteil war der Fall. Der KJS Schaffhausen schaffte innerhalb weniger Minuten den 13:13-Ausgleich und kam dabei teilweise zu einfachen ­Toren. In der Herisauer Abwehr passte die Abstimmung nun nicht mehr zusammen. Oft kam man ganz einfach einen Schritt zu spät, was dem Heimteam einige Penaltys bescherte. In der Folge gelang Schaffhausen fast alles, dem TV Herisau fast nichts mehr. Der Gastgeber ging in Führung, kam sogar in doppelter Unterzahl zu seinen Toren und konnte seinen Vorsprung halten. Bei den Herisauern war die Verunsicherung deutlich sicht- und spürbar. Es schlichen sich immer mehr technische Fehler ein und weiterhin wurden zu viele Chancen leichtfertig vergeben. So gelang fast zehn Minuten kein Treffer mehr. Das Heimteam zog mit 25:19 davon und verteidigte diesen Vorsprung bis zum Ende. So belegt der TV Herisau, wie schon in der vergangenen Saison, den dritten Schlussrang. (pd)