Handball
Siege wollen mitunter erdauert sein: TV Appenzell erkämpft sich gegen die Red Dragons Uster einen 22:20-Erfolg

Im letzten Heimspiel in diesem Jahr tun sich die 1.-Liga-Handballer des TV Appenzell gegen die Red Dragons aus Uster lange Zeit schwer. Am Ende heimsen sie aber dank eines hart erkämpften 22:20-Siegs doch zwei weitere Punkte ein.

Martin Hüsler
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Von Sven Sutter geht am Kreis stets viel Gefahr aus.

Von Sven Sutter geht am Kreis stets viel Gefahr aus.

Bild: Fabian Koller

Die 30. und die 53. Minute waren die beiden letztlich entscheidenden in diesem fast immer auf Messers Schneide stehenden Spiel. In der 30. Minute nahm TVA-Trainer Christian Hamm sechs Sekunden vor dem Pausensignal ein Time-out und schwor seine Mannen auf einen Spielzug ein. Diese setzten ihn via Rouven Inauen in der allerletzten Sekunde erfolgreich zum 12:11 um, sodass die Innerrhoder mit einem kleinen, aber wichtigen Polster die Kabine aufsuchen konnten.

Und in der 53. Minute ergab sich mit dem 20:17 erstmals in diesem Match ein Drei-Tore-Vorsprung, herbeigeführt durch einen Prachtstreffer Lukas Mansers. Bis dahin war es keiner Mannschaft gelungen, auf mehr als zwei Tore wegzuziehen.

Zu Umstellungen gezwungen

Die Absenz der beiden routinierten Rückraumspieler Elias Valaulta und René Rigas nötigte Christian Hamm zu neuen Varianten im Aufbau. Zunächst kurbelten Simon Manser, Rouven Bischof und Lukas Manser die Angriffe an. Später kamen auf diesen Positionen auch Fabio Hörler und Rouven Inauen zu längeren Einsatzzeiten. Sie alle wirbelten die Ustermer Abwehr zwar ordentlich durcheinander, doch der Ertrag hielt nicht unbedingt Schritt mit dem Aufwand. Fehlwürfe und technische Fehler verhinderten eine höhere Torausbeute gegen die körperlich überlegenen Zürcher Oberländer.

Zähes Ringen nach der Pause

Nach dem Wiederanpfiff mussten die Innerrhoder den roten Drachen aus Uster lediglich ein einziges Mal den Gleichstand (12:12) zugestehen. Andererseits gelang es ihnen aber nicht, eine sichere Distanz zwischen sich und den Gegner zu legen. Zwischen der 42. und 48 Minute und damit zwischen dem 17:15 und dem 17:16 schien, als würden die beiden Teams ein Stillhalteabkommen einhalten, sind doch sechs Minuten ohne Tore im Handball eher die Ausnahme.

Dann aber kam die bereits angesprochene 53. Minute, in der sich das Blatt zu Gunsten des TVA zu wenden schien. Den Sieg vor Augen, schlichen sich aber wieder unnötige Fehler ein, sodass Uster, das auf eine 5:1-Deckung umgestellt hatte, noch einmal auf 21:20 herankam. Rouven Inauen erzielte in der zweitletzten Minute schliesslich das 22:20. Und Torhüter De Carli sicherte den Sieg mit einer tollen Parade 45 Sekunden vor der Schlusssirene definitiv ab.

In der Tabelle liegt der TVA nach Verlustpunkten gleichauf mit der SG Fides/St.Otmar St.Gallen und dem HC Arbon, den beiden führenden Mannschaften. Der Spielplan beschert den Appenzellern nun vier Auswärtsspiele, ehe die Tabelle der Hauptrunde Auskunft darüber gibt, welche beiden Teams sich für die Finalrunde qualifizieren. Am kommenden Donnerstag müssen die Innerrhoder zunächst in Winterthur gegen die SG Seen Tigers/Pfadi antreten, zwei Tage später folgt die Partie gegen den immer besser in Fahrt kommenden SC Frauenfeld.

TV Appenzell: Jan Bischof (1 Parade)/Flavio De Carli (9 Paraden); Vince Fritsche, Luca Eugster, Lukas Manser (5), Yannick Inauen (4), Tim Thür (2), Simon Manser (4/2), Rouven Bischof (3), Fabio Hörler, Rouven Inauen (2), Laurin Manser (1), Fabrice Oberle, Sven Sutter (1). – TVA ohne Elias Valaulta, René Rigas, Pascal Hilfiker, Thomas Loser, Arie Thür und Ramon Inauen. – 170 Zuschauer. ­– Strafen: TVA 3-mal 2 Minuten, Red Dragons 2-mal 2 Minuten.

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