Handball
Ritt auf Erfolgswelle hält an: Der TV Appenzell gewinnt im fünften Heimspiel zum fünften Mal in Folge

Mit einem erst in den letzten zehn Minuten sich definitiv abzeichnenden 30:25-Sieg über die SG Fides/ St.Otmar St.Gallen holen die 1.-Liga-Handballer des TV Appenzell zwei weitere Punkte und sind nach Verlustpunkten gar Leader ihrer Gruppe.

Martin Hüsler
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Rouven Inauen bei einem kraftvollen Abschluss.

Rouven Inauen bei einem kraftvollen Abschluss.

Bild: Fabian Koller

Nach der Ausgangslage für diesen in stimmungsvoller Atmosphäre ausgetragenen Spitzenkampf befragt, gab es für TVA-Trainer Christian Hamm nur eine Devise: «Wir wollen weiter auf unserer Erfolgswelle reiten.» Der Entschlossenheitsfunke des Trainers sprang von Anfang an auf die Mannschaft über. Sie ging mit viel Schwung an ihre Aufgabe heran, gab in der Deckung in aufsässiger Weise sofort den Tarif durch und erspielte sich vorne mit schnellen Ballwechseln gute Möglichkeiten.

Spiel blieb lange ausgeglichen

Die körperlich überlegenen St.Galler hielten aber ebenso entschlossen dagegen. So entwickelte sich in der ersten Halbzeit eine ausgeglichene Partie, in der es keiner Mannschaft gelang, mit mehr als zwei Toren davonzuziehen. Fünfmal leuchtete auf der Anzeigetafel ein unentschiedener Spielstand auf. Nach einer 8:6-Führung der SG Fides/St.Otmar wendeten die Innerrhoder mit einem 4:0-Lauf das Blatt und lagen von diesem Zeitpunkt an resultatmässig stets im Vorteil. Nicht beirren liessen sie sich von einem gegen Rouven Inauen kurz vor der Pause verfügten Spielausschluss. Beim Stand von 13:12 wechselte man die Seiten.

Starke letzte Viertelstunde

Nach Wiederanpfiff ging es zunächst im gleichen Stil weiter, bis dann in den letzten 15 Minuten der Erfolg der Appenzeller immer stärkere Konturen annahm. In der 49. Minute lagen sie mit fünf Toren voraus, obwohl die Gäste mittlerweile mit einer Manndeckung auf Simon Manser operierten. Mit klugem Agieren hielt der TVA die St.Galler auf Distanz. Beim 28:23 sechs Minuten vor Schluss zahlte sich das gute Auge von René Rigas aus, der Sven Sutter mustergültig am Kreis bediente, womit eigentlich nichts mehr anbrennen konnte. So resultierte schliesslich ein die Stärkeverhältnisse vielleicht nicht ganz objektiv spiegelnder 30:25-Sieg. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass sowohl Simon Manser als auch Sven Sutter angeschlagen in die Partie gingen. Sie steckten aber ihre Handicaps derart beherzt weg, dass sie in der Torschützenliste die beiden ersten Plätze einnahmen.

Seltsame Spielplangestaltung

Christian Hamm trat nach dem Schlusspfiff insofern ein bisschen auf die Euphoriebremse, als er zu bedenken gab, dass der TVA aufgrund der für Aussenstehende nicht ganz nachvollziehbaren Spielplangestaltung nun hintereinander fünf Heimspiele austragen konnte: «Vor heimischem Publikum treten wir einfach ganz anders auf als auswärts.» Es folgt nun am nächsten Sonntag sogar ein sechstes Heimspiel. Um 18 Uhr kommt es gegen den nach Pluspunkten führenden HC Arbon zu einem weiteren Spitzenkampf.

TV Appenzell: Jan Bischof (5 Paraden)/Flavio De Carli (7 Paraden); Lukas Manser (2), Yannick Inauen (5), Tim Thür (1), Pascal Hilfiker, Simon Manser (9), Rouven Bischof (4), Rouven Inauen (2), Laurin Manser, René Rigas, Fabrice Oberle, Elias Valaulta (1/1), Sven Sutter (6). TVA ohne Thomas Brülisauer, Vince Fritsche, Luca Eugster, Fabio Hörler, Thomas Loser, Arie Thür und Ramon Inauen. – 200 Zuschauer. – Strafen: TVA 3-mal 2 Minuten plus rote Karte gegen Rouven Inauen, SG Fides/St.Otmar. St.Gallen 3-mal 2 Minuten.

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