Handball
Appenzeller Sportgeschichte auf über 100 Seiten

Am Samstag ist die von Hans Sollberger erarbeitete Chronik zum 50-Jahr-Jubiläum der Handballriege des TV Appenzell präsentiert worden. Die Übergabe ging umständehalber in kleinem Kreis vonstatten.

Martin Hüsler
Merken
Drucken
Teilen
Chronikautor Hans Sollberger, flankiert von Maria Infanger-Sutter und Martin Geisser.

Chronikautor Hans Sollberger, flankiert von Maria Infanger-Sutter und Martin Geisser.

Bild: hü

Im Juni 2020 hätte die TVA-Handballriege ihr 50-Jahr-Jubiläum mit einem grossen Fest begehen wollen. Bei dieser Gelegenheit wäre auch die Präsentation der Chronik vorgesehen gewesen. Das Virus machte jedoch eine Verschiebung des Festanlasses um ein Jahr notwendig. Doch die Hoffnung auf eine Durchführung im Juni 2021 wurde neuerlich geknickt, sodass dessen Ansetzung einstweilen offen steht.

Nicht mehr länger zuwarten wollte man beim TVA indes mit der Präsentation der von Hans Sollberger erstellten Chronik zur Geschichte der Handballriege. Vor der Wühre-Halle, wo die diversen TVA-Teams ihre Heimspiele austragen – der Spielbetrieb der Aktivmannschaften ist derzeit allerdings abgesagt –, nahmen Maria Infanger-Sutter und Martin Geisser, die sich in das Amt des Handball-Obmanns teilen, das über 100 Seiten starke Werk in schlichtem Rahmen entgegen. Martin Geisser sprach dem Verfasser namens der Handballriege den Dank für seine immense Arbeit aus.

Autor investiert über 300 Stunden

Machen wir eine kleine Anleihe bei Friedrich Schiller. In seinem «Lied von der Glocke» heisst es: «Von der Stirne heiss rinnen muss der Schweiss,
soll das Werk den Meister loben!» Nun, wenn bei Hans Sollberger vielleicht nicht gerade der Schweiss von der Stirne geronnen sein mag, so lässt der Blick in das von Marcel Stark gefällig gestaltete Werk doch vermuten, dass hier eine enorme Fleissleistung erbracht wurde. Viele Stunden lang hat er sich in Akten vertieft, hat recherchiert, Quellen erschlossen, Gespräche geführt und Archivbestände durchstöbert. Gezählt hat er sie nicht, aber auf den Zeitaufwand angesprochen, nennt Hans Sollberger 300 Stunden. Der pensionierte Lehrer, der vor bald 50 Jahren von Bern nach Appenzell gezogen ist, gibt eine Vorstellung vom sich unweigerlich einstellenden Feuer für eine Herzensangelegenheit:

«Wenn du beginnst, dich in so eine Sache hineinzuknien, packt es dich mehr und mehr.»

Und was dabei herausgekommen ist, lobt den Meister in der Tat.

Grosse Detailtreue

Die Chronik zeichnet detailgetreu die Entwicklung der Riege von 1970 bis 2020 auf allen Ebenen nach, ist reich bebildert, ergänzt mit einem tabellarischen Teil und zudem angereichert mit Blicken quasi über den Innerrhoder Tellerrand hinaus. Saison um Saison wird auf zwei Seiten ausgebreitet, gegliedert in die Gefässe «Geschichte» und «Highlight». Dazu kommt die Rubrik «Wäscht no», in der wichtige Ereignisse in aller Welt aus dem betreffenden Jahr in Erinnerung gerufen werden.

Möglich wurde die Realisierung der Chronik dank des finanziellen Engagements diverser Stiftungen aus Inner- und Ausserrhoden. Und auch die TVA-Gönnervereinigung «Zuestöpfler» hat ihr Scherflein beigesteuert. Wer sich für die Chronik interessiert, wende sich an die TVA-Geschäftsstelle.