Hallenbad: Wenig Opposition

APPENZELL. Dieser Tage hat ein Bürger einen Leserbrief gegen einen Hallenbad-Neubau in Appenzell geschrieben. Mehrheitlich jedoch scheint die Stimmung gegenüber diesem Landsgemeindegeschäft positiv zu sein. Folglich könnte das neue Bad Ende 2017 eröffnet werden.

Roger Fuchs
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Seit Dezember letzten Jahres ist das 40jährige Hallenbad wegen Schäden an der Statik geschlossen. (Bild: Ralph Ribi)

Seit Dezember letzten Jahres ist das 40jährige Hallenbad wegen Schäden an der Statik geschlossen. (Bild: Ralph Ribi)

Seit über drei Jahren laufen die Abklärungen und Planungen für ein neues Hallenbad. Ein erster Anlauf für eine Landsgemeindevorlage scheiterte im letzten Jahr. Kurz vor der Landsgemeinde 2014 wurde bekannt, dass sich das Projekt wegen erhöhtem Raumbedarf für die Technik markant verteuern würde. In der Folge wurde das Vorhaben überarbeitet. Nun liegt ein Projekt mit einem Kostendach von 23,5 Millionen Franken vor, darin eingerechnet ist eine Reserve von 1,3 Millionen Franken.

Baueingabe in einigen Monaten

Um die Baukosten tragen zu können, müssen sich Kanton und Bezirke daran beteiligen. Entsprechende Kredite liegen der Landsgemeinde und den Bezirksgemeinden vor. Stimmen alle Körperschaften zu, ist eine weitere Hürde gemeistert.

Gemäss Leo Sutter, Verwaltungsratspräsident der Hallenschwimmbad Appenzell AG, folgen dann noch Detailplanungen, so dass in vier bis fünf Monaten die Baueingabe erfolgen kann. Läuft diese rund, will man im Januar 2016 das alte Bad abbrechen und in knapp einem Jahr mit dem Neubau beginnen. Auf die Saison 2017/18 hin soll die Neueröffnung stattfinden.

Einzelne Schritte stets vorgestellt

Dass Ende letzter Woche ein Innerrhoder Architekt in einem Leserbrief für eine Sanierung statt für einen Neubau plädierte und auch Überlegungen zum Standort kundtat, beunruhigt Leo Sutter nicht weiter. Erst kürzlich habe er sich mit den Hauptleuten der Bezirke unterhalten und dabei erfahren, dass die allgemeine Stimmung bezüglich des Hallenbad-Geschäfts gut sei. «Ich hoffe, dass wir eine Mehrheit finden», so Sutter. Die einzelnen Planungsschritte seien der Öffentlichkeit auch laufend vorgestellt worden.

Aus dem Landsgemeindemandat geht zudem hervor, dass der Grosse Rat in der Schlussabstimmung das Geschäft mit 44 Ja-Stimmen und nur einer Gegenstimme verabschiedet hatte.

Gelder von Privaten

Nebst der finanziellen Beteiligung der öffentlichen Hand braucht es zusätzlich neues Aktienkapital von Privaten in der Höhe von 3 Millionen Franken. 0,5 Millionen Franken von diesen Geldern sind gemäss Leo Sutter bislang beisammen. Einige weitere Verträge stünden in Aussicht. Zudem habe man noch einige Monate Zeit, dieses Geld aufzutreiben. Der Hallenbad-Kredit ist eines von insgesamt sieben Sachgeschäften, über die die Landsgemeinde am Sonntag befinden muss.

Leo Sutter VR-Präsident Hallenbad, Präsident Planungskommission

Leo Sutter VR-Präsident Hallenbad, Präsident Planungskommission