Hallenbad: Neue Varianten prüfen

APPENZELL. Der politische Lenkungsausschuss überlegt sich Varianten für ein redimensioniertes Hallenbad in Appenzell. Dabei steht fest: Werden mit dem Bad primär Bedürfnisse der Schulen abgedeckt, sollen diese auch einen Grossteil des neuen Bades zahlen.

Roger Fuchs
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Noch weiss niemand, wann diese Ruine abgebrochen wird. (Bild: Ralph Ribi)

Noch weiss niemand, wann diese Ruine abgebrochen wird. (Bild: Ralph Ribi)

Nach der Rückweisung des Hallenbad-Kredits durch die Landsgemeinde hat der politische Lenkungsausschuss das weitere Vorgehen besprochen. Der Kanton und die Bezirke übernehmen dabei vorerst die Führungsrolle, wie Daniel Fässler, Landammann und Präsident des Lenkungsausschusses, sagt. Die Motivation, sich für ein neues Hallenbad einzusetzen, sei ungebrochen. «Es ist auch nicht bestritten, dass Appenzell ein neues Hallenbad braucht.»

Frage der Trägerschaft

Die Rückweisung der Kreditvorlage durch die Landsgemeinde war mit dem Auftrag verbunden, das Vorhaben auf das Notwendige zu reduzieren. Der Antragsteller vertrat die Meinung, dass ein Hallenbad für 13 Millionen Franken erstellt werden könne. Der Lenkungsausschuss will nun Varianten prüfen und berechnen und diese dann dem bereits ausgearbeiteten Projekt gegenüberstellen. Dabei stellen sich aber auch neue Fragen, eine davon betrifft die künftige Trägerschaft. Die bisherige Baurechtsnehmerin, die Hallenschwimmbad Appenzell AG, steht nicht mehr zur Verfügung, nachdem sie letzte Woche beim Konkursrichter ihre Bilanz deponieren musste.

Gemäss Landammann Daniel Fässler hat sich noch keine neue private Trägerschaft formiert. Und die Schulgemeinden hatten bisher eine Beteiligung an der Trägerschaft und bei der Finanzierung der Baukosten abgelehnt. Stünden allerdings bei einem redimensionierten Projekt im Sinne des Rückweisungsantrags primär die Bedürfnisse der Schule und des Schwimmsports im Zentrum, steht für Landammann Daniel Fässler fest: «Die finanzielle Federführung für ein neues Hallenbad muss bei den Schulgemeinden liegen.»

Zweifel an tieferem Defizit

Ob bereits die Landsgemeinde 2016 über eine neue Vorlage entscheiden kann, ist offen. An der Grossratssession vom Juni will Landammann Daniel Fässler dem Parlament vorerst nochmals die neue Ausgangslage erläutern. Ob ein reduziertes Angebot automatisch zu einem tieferen Betriebsdefizit führt, stellt der Lenkungsausschuss in einer Medienmitteilung in Frage. Bei tieferen Eintrittspreisen sei dies erst recht nicht der Fall.

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