Halbzeit in der Streckenmitte

Wenn die laufenden Bauarbeiten an der Kantonsstrasse von Oberrindal in Richtung Lütisburg abgeschlossen sind, sollten auf diesem Abschnitt keine Sanierungen mehr nötig sein. Der Einbau des Deckbelags ist für den Sommer 2016 vorgesehen.

Martin Knoepfel
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Momentan fahren die Autos im Baustellenbereich auf der Fahrspur in Richtung Flawil. (Bild: Martin Knoepfel)

Momentan fahren die Autos im Baustellenbereich auf der Fahrspur in Richtung Flawil. (Bild: Martin Knoepfel)

OBERRINDAL. Das Strassenkreisinspektorat Gossau lässt Unterhaltsarbeiten an der Kantonsstrasse Flawil-Lütisburg vornehmen. Es geht dabei um den Abschnitt von Oberrindal (Politische Gemeinde Lütisburg) in Richtung Unterrindal.

Unter anderem werden beschädigte Strassenbeläge, die Entwässerung und Randabschlüsse erneuert. Das teilte das Strassenkreisinspektorat Gossau im Mai mit.

Der zu sanierende Abschnitt ist rund 1,1 Kilometer lang und wird in zehn halbseitige Etappen aufgeteilt. In dem Abschnitt, in welchem die Bauarbeiter an der Arbeit sind, ist die Strasse nur einspurig befahrbar. Lichtsignale regeln den Verkehr. «Die maximale Länge der Etappen ist von der Polizei vorgegeben», sagt der Gossauer Strassenkreisinspektor Norbert Senn. Der Grund: Staus und die Behinderung des öffentlichen Verkehrs sollen möglichst minimiert werden. Zwischen Lütisburg und Flawil fährt ja eine Postautolinie.

Auflagen wegen Grundwasser

Die Sanierungsarbeiten werden nach der aktuellen Planung bis zum nächsten Dezember dauern. Mittlerweile sind sie fast in der Hälfte angelangt: Auf vier Etappen mit insgesamt 500 Metern liege der neue Belag, sagt Norbert Senn.

Jetzt komme aber ein Abschnitt, der durch eine Grundwasser-Schutzzone eins verlaufe. In dieser Zone seien die Umweltschutz-Auflagen am strengsten. Man dürfe unter anderem kein Recyclingmaterial einbauen. Es brauche zudem hohe Randabschlüsse, und das Wasser müsse in ein Rückhaltebecken ausserhalb der Grundwasser-Schutzzone abgeleitet werden.

Kleinere Arbeitsgruppen

Norbert Senn verwahrt sich gegen den Eindruck, dass auf der Baustelle nichts laufe. Dieser Eindruck trüge. Heute seien die Arbeitsgruppen kleiner als früher. Sie bestünden in der Regel nur noch zwei bis drei Mann. Dass Arbeiter wartend herumstünden, komme heute nicht mehr vor.

Wenn die Baufirmen Ferien hätten, werde man dafür sorgen, dass in dieser Zeit die Strasse wieder zweispurig befahrbar sei. Das verspricht der Strassenkreisinspektor.

Zuversicht für Zeitplan

Die Kosten für die laufenden Unterhaltsarbeiten betragen nach Auskunft von Norbert Senn rund eine Million Franken. Die Arbeiten seien sehr materialintensiv, sagt der Gossauer Strassenkreisinspektor.

Er zeigt sich ebenfalls zuversichtlich, dass der Termin für die Fertigstellung im Dezember eingehalten werden kann. Man könne in der Regel im November noch Strassenbeläge einbauen, da der Boden dann noch nicht gefroren sei. Wenn es einen extrem frühen und sehr starken Wintereinbruch geben sollte, der das Weiterarbeiten in diesem Jahr verhinderte, würde man einen provisorischen Belag einbauen und die Sanierungsarbeiten im Frühling 2016 vollenden, sagt Norbert Senn.

Vollständige Sperrung

Der Einbau des Deckbelags ist für den Sommer 2016 vorgesehen, wobei die Kantonsstrasse dafür kurze Zeit auf dem Sanierungsabschnitt vollständig gesperrt werden muss. Der Deckbelag wird auf beiden Spuren gleichzeitig eingebaut. Das Datum dafür steht noch nicht fest. Wenn auch der Einbau des Deckbelags erledigt sei, müsse man für einige Jahre auf dieser Strasse nichts mehr sanieren, sagt Norbert Senn.

Letztes Jahr wurde die Kantonsstrasse Flawil–Lütisburg auf dem Teilstück durch den Weiler Oberrindal erneuert. Damals arbeitete man ebenfalls mit verschiedenen Etappen, einspuriger Verkehrsführung und Lichtsignalen.

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