«Hagmann’sches Haus» ist nicht schutzwürdig

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Nesslau Es ist schon länger her, da hat die Ortsgemeinde Nesslau eine Studie zur baulichen Entwicklung und wirtschaftlichen Sanierung ihrer Liegenschaften Wiese ausgearbeitet. Nach Abwägen diverser Varianten ist ein Projekt für den Abbruch der bestehenden Gebäude sowie den Neubau von drei Mehrfamilienhäusern mit 30 Miet- und Ei­gentumswohnungen und einem ­Gewerbeanteil entstanden. Die Baugrundstücke liegen in der Kernzone 3. Für die geplante Überbauung liegt ein Überbauungsplan mit einem Richtprojekt vor.

Im aktuellen Mitteilungsblatt der Gemeinde geht der Gemeinderat erneut auf das «Hagmann’sche Haus» ein. Denn dieses liegt im Planungsgebiet. Es wurde 1981/82 ins Ortsbildinventar aufgenommen, aber nie unter Schutz gestellt. Aufgrund der umstrittenen Schutzwürdigkeit des Objekts beauftragte der Gemeinderat ein auf Denkmalschutz spezialisiertes Architekturbüro in Luzern, für das «Hagmann’sche Haus» ein denkmalpflegerisches Gutachten zu erstellen. Dieses anerkennt eine historisch wertvolle Geschichte, stellt aber gleichzeitig einen grossen Verlust an überlieferter Bausubstanz fest. Da der historisch wertvolle Teil des «Hagmann’schen Hauses» heute nicht mehr ablesbar und die ortsbauliche Bedeutung der bestehenden Baute eher untergeordnet ist, überwiegen die Vorteile der geplanten Neugestaltung. Diese ordnet sich in das zentrale Ortsbild ein und das Projekt entspricht den heutigen Anforderungen der Raumplanung.

Nach umfassender Interessenabwägung ist der Gemeinderat zum Schluss gekommen, auf eine Unterschutzstellung des «Hagmann’schen Hauses» zu verzichten (gem)