Häuser für wilde Bienen gebaut

Wildbienenhauskurs des Frauenverein Ganterschwil Zwei Abende standen uns zur Verfügung, um für die Wildbienen eine Nistmöglichkeit zu gestalten und so einen Teil zur Arterhaltung beizutragen.

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Die Frauen zimmern mit grossem Eifer die Häuser für die Wildbienen. (Bild: pd)

Die Frauen zimmern mit grossem Eifer die Häuser für die Wildbienen. (Bild: pd)

Wildbienenhauskurs des Frauenverein Ganterschwil

Zwei Abende standen uns zur Verfügung, um für die Wildbienen eine Nistmöglichkeit zu gestalten und so einen Teil zur Arterhaltung beizutragen. 45 Prozent der Wildbienenarten stehen auf der roten Liste wegen fehlenden Nahrungspflanzen, Mangel an Nistmöglichkeiten und chemischer Belastung der Umwelt.

Am ersten Abend setzten wir unter fachkundiger Anleitung von Dominik Bleiker die vorbereiteten Teile zusammen, benutzten dabei Massstab und Hammer und erfuhren, dass auch im Holz Fehler ausgebügelt werden können. So sieht man fehlgeleitete Hammerschläge kaum mehr. Die Frauen zeigten sich sehr interessiert und konnten als Supplement noch zuschauen, wie Holzfurnier zusammengenäht wird. Den feinen Kuchen von Trudi Egli und das Mineralwasser genossen wir in der Pause, denn arbeiten gibt Durst und Hunger.

Am zweiten Abend ging's dann ans Schindeln vom Dach und ans Füllen des Hauses. Das Dach wurde ausgemessen und danach klammerten wir die Schindeln unter Anleitung von Dominik mit dem Bostitch an. Dank Leroy Löffel (angehender Spengler) war auch das Firstblech bereits vorbereitet und musste nur noch angenagelt werden. Alle Frauen hatten zu Hause verschiedene Hölzer gesucht und vorbereitet. Die Birnen-, Kirschen- Eichen-, Lärchen-, Eschen- Haselnuss- und Holderholzstücke wurden mit der Standbohrmaschine bearbeitet, mit Löchern verschiedener Durchmesser versehen und in den Häusern verteilt. Dann füllten wir das Haus mit hohlen Bambus- Sonnenblumen-, Holder- und Haselnussröhren auf. Dabei musste das Mark sorgfältig entfernt werden. Auch einzelne Ziegelsteinstückchen fanden ihren Platz. An diesem Abend genossen wir in der Pause wieder einen feinen Kuchen von Trudi mit Tee von Barbara Jäger, ganz herzlichen Dank. Ein Dankeschön geht auch an Richard Widmer, in dessen Schreinerei wir die Arbeiten durchführen durften.

Am Schluss nahm jede Frau und auch ein teilnehmender Mann ihr/sein Wildbienenhaus-Unikat gefüllt nach Hause. Diese werden nun in und um Ganterschwil, an sonnigen, regen- und windgeschützten Stellen für geeignete Nistplätze sorgen und hoffentlich rege besiedelt.

Maria Fässler

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