Härtefall laut Strafgesetz

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RegionIm Bericht über das Urteil im Falle eines Einbrechers («Secondo darf hier bleiben», Toggenburger Tagblatt vom ­ 24. August) hat sich ein Fehler eingeschlichen.

Anders als berichtet beurteilte der Richter am Kreisgericht Toggenburg einen Landesverweis gegen den Angeklagten, einen Italiener, als mit dem Freizügigkeitsabkommen Schweiz-EU vereinbar, insbesondere unter Berücksichtigung der Rückfallgefahr. Hingegen sah der Richter den schweren persönlichen Härtefall gemäss Strafgesetzbuch als gegeben an, sodass das Interesse des Angeklagten, hier zu bleiben, das öffentliche Interesse an der Wegweisung überwog. Dies vor allem, weil der Angeklagte hier geboren wurde, seit 46 Jahren hier in Heimen lebt, kein Italienisch spricht sowie eine verminderte Intelligenz und eine stark angeschlagene Gesundheit aufweist. (mkn)