Der Kinderzirkus Gymtasia bot den Zuschauern  unvergessliche Momente

Die Aufführung im Zirkuszelt in Waldstatt war für das Ehepaar Stefan «Rougli» und Priska Roth auch die Abschiedsfeier aus dem Trainerleben.

Werner Grüninger
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Die jungen Turner zeigten grosses Können und volle Konzentration bei den Vorführungen.  Bild: Lorenz Reifler

Die jungen Turner zeigten grosses Können und volle Konzentration bei den Vorführungen.  Bild: Lorenz Reifler

«Gymtasia… no-ämol» hiess das Programm des Zirkus in Waldstatt, dargeboten von der Getu, der Jugi und dem Turnverein Waldstatt sowie von Gästen. Gleichzeitig ist der Anlass für das Ehepaar Stefan «Rougli» und Priska Roth die Abschiedsfeier aus dem Trainerleben, wo sie unvergessliche Momente erlebten. Sie entschlossen sich, «no ämol» ein einzigartiges Zirkusprogramm mit unvergesslichen Momenten aus ihrer zusammengerechnet 50-jährigen Leitertätigkeit beim TV Waldstatt auf die Beine zu stellen. Priska Roth war für Finanzen, Organisation und Kostüme verantwortlich, ihr Ehemann Stefan, als Zirkusdirektor für die Begrüssung und Verabschiedung der Gäste sowie den Ablauf.

Das Programm unterscheidet sich vom normalen Zirkus, aber auch von einer Turnunterhaltung, denn Turnen kennt keine Grenzen. Kinder der Geräteriege und der Jugi Waldstatt sowie Turnerinnen und Turner des TV Waldstatt und zahlreiche Gastturnerinnen und Gastturner von benachbarten Vereinen – Akro Team Gossau, Getu Schönengrund Wald und dem TV Teufen – wirken mit. Es ging dabei verträumt und verspielt zu und her.

Turnshow mit grenzenloser Kreativität

Der TV Waldstatt bot eine einmalige turnerische Atmosphäre mit unvergesslichen Momenten am laufenden Band. Bewegung, Poesie, Tanz und Akrobatik im Zirkus mit Kindern ein einzigartiges Zirkusprogramm. Die 18 Nummern umfassende, höchst abwechslungsreiche Turnshow war voller magischer Momente und Überraschungen und führte die Besucher in eine einmaligen turnerische Zirkuswelt mit Darbietungen der Geräteriege und Jugendriege an den verschiedenen Geräten und Vertikaltuch, mit dem Rhönrad, mit Akrobatik der «Handstand-Brothers» mit Team-Sportakrobatik sowie Einlagen von benachbarter Vereinen und boten ein Spektakel auf hohem Leistungsniveau. Keine Darbietung glich der andern, denn der Ideenreichtum kannte keine Grenzen.

Komik und Kunststücke

Dabei haben die beiden Clowns Giada und Conny mit dem «Roten Faden» die Nummern gekonnt verknüpft und ins richtige Licht gestellt. Alle Altersstufen bis zu den Turnerinnen boten auf sie zugeschnittene turnerische Darbietungen. Auf spielerische Art eröffneten die Jugi und Getu das Programm und entführten die Besucher mit einfachsten Dingen in eine andere Welt, während die älteren in der Zirkusmanege mit Einrad und auf Rollen Runden drehten, Bälle und Keulen jonglierten und Lorena mit ihrer kräftigen Stimme die Darbietungen umrahmte. Für Abwechslung sorgte das Leiterteam mit Sprüngen mit dem kleinen Trampolin für springende Momente und Einzelturnerinnen zeigten, wie mit dem Rhönrad Kunststücke erbracht werden. Tanz zu unterschiedlichen Musikstilen boten die Damen des TV Waldstatt, wobei die Choreo Team-Aerobic mit unbekanntem Tanzstil aufwarteten.

Die Getu trat mit einem selbstgebastelten, kombinierten Reck/Rhönrad auf und sorgten für Darbietungen mit verschiedenen Drehmomenten. Turnen mit Freude und Leidenschaft brachte die Getu Schönengrund-Wald mit einer Stuhlnummer als Erholung nach einem stressigen Arbeitstag oder Trainingsabend.

Wenig bekannte Turngeräte

Eindrucksvoll präsentierte sich die Getu mit unbekannten Geräten unter der Zirkuskuppel, seien es die Aerial Ringe oder die Tuchakrobatik, welche die Besucher ins Staunen versetzte. Viel Spass und Freude bewiesen die rund 40 Kinder, indem sich ein Würfel wie durch Zauberhände zu einem turnerischen Gerät verwandeln lässt. Gymnastik und Geräteturnen lassen sich wunderbar zusammenbringen, verbunden mit Eleganz, Kraft, Beweglichkeit und harmonischen Bewegungen warteten die Gymnastinnen des TV Teufen auf, während hoch oben an der Zirkuskuppel mit Vertikaltüchern halsbrecherische Elemente elegant und mühelos dargeboten von der Getu in eine Traumwelt führten. Priska Roth und Michelle Ammann wussten mit einem halben Rhönrad mit Gefühl, aber auch elegant umzugehen, während Lia Lindenmann federleicht mit Band, Schwüngen, Spiralen, Wellen und harmonischen Bewegungen voller Freude und Leichtigkeit die Besucher zu begeistern wusste. Eine besondere Herausforderung und glanzvolle Show mit verschiedenen turnerischen Elementen mit dem bewegenden Rhönrad boten die Rhönradturnerinnen und Rhönradturner. Das Aero-Team aus Gossau, bei dem auch der Einheimische Raffael Koch in der Show mitwirkte, hat die Akrobatik nähergebracht. Unter tosendem Applaus und Standing Ovations verabschiedeten sich die Beteiligten. Stefan «Rougli» Roth hängte seinen Frack und den Zylinder an den berühmten Nagel, um zusammen mit Priska die unvergesslichen Momente zu geniessen.