Gymnasiasten erleben Geschichte

Am diesjährigen Kulturtag des Gymnasiums Appenzell unternehmen die Schüler Streifzüge durch die Geschichte des Appenzellerlandes. In Workshops befassen sich die Gymnasiasten mit diversen Themen. Ein fotografischer Rundgang durch Dorf und Umgebung.

Roman Hertler
Drucken
Teilen
Schüler des Ergänzungsfaches Geschichte erklären ihren Kollegen die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges auf Appenzell. (Bilder: rh)

Schüler des Ergänzungsfaches Geschichte erklären ihren Kollegen die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges auf Appenzell. (Bilder: rh)

APPENZELL. «Streiflichter durch Geschichte, Kultur und Gesellschaft beider Appenzell» – unter diesem Motto stand der diesjährige Kulturtag des Gymnasiums St. Antonius in Appenzell. «Das Thema soll möglichst aktuell sein», sagt Rolf Bossart, Gymnasiallehrer für Religionswissenschaften und Pädagogik. «Das Jubiläum 500 Jahre Appenzell in der Eidgenossenschaft inspirierte uns zu dieser Themenwahl.»

Bossart hatte den diesjährigen Kulturtag zusammen mit dem emeritierten Geschichtslehrer Josef Küng geplant und die verschiedenen Workshops organisiert. So konnten die Gymnasiasten am Mittwochvormittag an jeweils zwei verschiedenen Workshops teilnehmen. Auf diese Weise wurde für sie Geschichte nicht nur lern-, sondern auch erlebbar.

Workshops und Podium

Die verschiedenen Workshops wurden an unterschiedlichen Orten durchgeführt: Im Landesarchiv und in der Kantonsbibliothek; im Museum Appenzell; im Kapuzinerkloster; im Frauenkloster; in der Ziegelhütte; und sogar ausserhalb der Dorfgrenzen bei Bauernmalerin Therese Tobler und im Roothuus in Gonten. In den Räumlichkeiten des Gymnasiums fanden die weiteren Workshops statt. Nebst den Workshops wurde eine Podiumsdiskussion zum Thema «Vergangenheit und Zukunft von Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden aus Sicht der Politik» durchgeführt. Daran beteiligten sich Annette Joos-Baumberger, Kantons- und Gemeinderätin aus Herisau, und Ivo Bischofberger, Ständerat und ehemaliger Rektor des Gymnasiums.

Zwei Ziele verfolgt

«Mit dem Kulturtag verfolgen wir jeweils zwei Ziele», erklärt Bossart. «Einerseits sollen die Schüler einen Einblick in ein Gesamtthema mit gesellschafts- oder kulturpolitischer Relevanz erhalten.» Dabei solle vor allem die Aussensicht eines Experten zum Tragen kommen. Klassen- und Fachgrenzen werden bewusst aufgelöst. Die Schüler sollen sich in möglichst durchmischten Gruppen mit den einzelnen Themen auseinandersetzen. «Andererseits erhalten die Schüler durch den Kontakt mit Experten einen Einblick in die verschiedenen Berufsfelder, welche sich um ein Thema strukturieren können.»

Aktuelle Nachrichten