Gutes Schadenjahr für Assekuranz

Dank weniger Schäden in der Feuer-, Elementar- und Grundstückversicherung resultierte bei der Assekuranz Ausserrhoden im Geschäftsjahr 2014 ein Gewinn von 6,4 Millionen Franken. Die Bilanzsumme überschritt erstmals die Grenze von 100 Millionen Franken.

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Weil es 2014 weniger Schadensfälle gab, erwirtschaftete die Assekuranz einen höheren Gewinn. (Bild: Coralie Wenger)

Weil es 2014 weniger Schadensfälle gab, erwirtschaftete die Assekuranz einen höheren Gewinn. (Bild: Coralie Wenger)

AUSSERRHODEN. Dank einem in allen Bereichen unterdurchschnittlichen Schadenverlauf kann die Gebäudeversicherung von Appenzell Ausserrhoden (Assekuranz AR) auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2014 zurückblicken. Die gesamte Schadenssumme lag bei 3,7 Millionen Franken (Vorjahr 5,9 Millionen Franken). 96 Brandschäden belasteten die Gebäudeversicherung mit 2,4 Millionen Franken, und für 345 Elementarschäden wurden 550 000 Franken ausbezahlt. Die Schadenssumme in der Grundstückversicherung lag bei lediglich 400 000 Franken. Dank dem positiven Schadenverlauf und einem soliden Kapitalertrag resultiert in der Jahresrechnung ein Überschuss von 6,4 Millionen Franken; im Vorjahr betrug der Überschuss 5,3 Millionen Franken. Dies ist das beste Ergebnis in den 174 Jahren seit Bestehen der Assekuranz AR.

25 911 Gebäude versichert

Bei der Assekuranz AR, der obligatorischen Gebäudeversicherung in Appenzell Ausserrhoden, waren Ende des letzten Jahres 25 911 Gebäude versichert, das sind 158 mehr als im Vorjahr. Wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht, haben die versicherten Gebäude einen Gesamtwert von gegen 20 Mia. Franken. Die Prämieneinnahmen stiegen um einen Prozent auf 9,2 Millionen Franken. Bei einem Kapitalertrag von 8,1 Mio. Franken (Vorjahr 7 Mio. Fr.) lag die Performance bei 5,48 Prozent. Dank dem guten Abschluss erhöhten sich die Reserven auf 73,2 Mio. Franken. Die Versicherungsprämien bleiben für das laufende Jahr unverändert.

96 Feuerschäden

Im Geschäftsjahr 2014 belasteten 96 (Vorjahr 90) Feuer- und Blitzschlagschäden die Assekuranz AR mit insgesamt 2,4 Millionen Franken. Der Brand in der George's-Bar in Herisau, der auch ein Nachbarhaus in Mitleidenschaft zog, verursachte einen Sachschaden von annähernd 700 000 Franken. Beim Brand eines Wohnhauses in Schönengrund kam eine betagte Bewohnerin ums Leben, der Sachschaden belief sich in diesem Fall auf 450 000 Franken. Zwei Brandfälle in Herisau und einer in Rehetobel verursachten Schäden zwischen 180 000 und 380 000 Franken. Dazu kommen zwei Brandfälle, welche die Assekuranz mit je rund 50 000 Franken belasteten, sowie 88 Kleinschäden mit einer Gesamtschadensumme von 290 000 Franken.

Auch im Berichtsjahr 2014 blieb das Kantonsgebiet von Appenzell Ausserrhoden von folgenschweren Naturereignissen verschont. Die Grundstückversicherung leistete für 158 Schadenfälle Beiträge von insgesamt 400 000 Franken, was weit unter dem Zehn-Jahres-Durchschnitt liegt. Im Vorjahr mussten für Schäden an Grundstücken 2,8 Millionen Franken ausbezahlt werden. Zwei Drittel der Schadensmeldungen betrafen letztes Jahr das Gebiet Gais-Suruggen-St. Anton-Oberegg-Reute, welches am 28. Juli von einem schweren Unwetter heimgesucht worden war.

Auch bei den Elementarschäden wirkte sich das Ausbleiben von schweren Naturereignissen positiv aus. So mussten für Schäden an Gebäuden in 345 Fällen insgesamt 550 000 Franken ausbezahlt werden. Zur Hauptsache mussten Gebäudeschäden nach Hangrutschen bzw. Überschwemmungen übernommen werden.

Neuer Schätzungsexperte

Ende 2014 ist Schätzungsexperte Fritz Krüsi, Stein, nach 28 Jahren in Pension gegangen. Der Hundwiler Jakob Ehrbar ist auf Anfang dieses Jahres als neuer Schätzungsexperte gewählt worden. Ebenfalls nach jahrelangem Wirken ist Blitzschutzkontrolleur Hans Willi, Gais, in den Ruhestand getreten. Die Blitzschutzkontrollen werden neu von zwei regionalen Fachfirmen im Auftrag der Assekuranz AR durchgeführt. (pd)