Gutes Jahr mit Wermutstropfen

Die Rechnung der Gemeinde Bühler schliesst mit einem Plus von fast 0,5 Millionen Franken ab. Dies, obwohl eigentlich ein Defizit budgetiert war. Sorgen bereitet vor allem das Lädelisterben.

Ruth Frischknecht
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Gemeindepräsidentin Ingeborg Schmid präsentiert die Rechnung. (Bild: ruf)

Gemeindepräsidentin Ingeborg Schmid präsentiert die Rechnung. (Bild: ruf)

BÜHLER. Gemeindepräsidentin Ingeborg Schmid stellte am Dienstag eine erfreuliche Jahresrechnung vor. Statt des budgetierten Defizits von 114 000 Franken resultierte ein Plus von knapp 0,5 Millionen Franken. Hauptsächlich sei der Überschuss auf höhere Steuereinnahmen zurückzuführen, sagte die Gemeindepräsidentin. Zudem hätten die Gemeinderäte gut auf die Einhaltung des Budgets geachtet. Mehrheitlich konnte es dann auch eingehalten werden. Ingeborg Schmid sprach deshalb von einem ruhigen Behörden-Jahr.

Sanierung der Schulhäuser

Dennoch gab es aus den Ressorts einiges zu berichten. Das Oberstufenschulhaus wurde saniert. Als nächstes wird nun die Renovation des mittleren Schulhauses in Angriff genommen. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Gais in der Oberstufe funktioniere gut, sagte Gemeinderat Stefan Freund. Er dankte zudem der Bevölkerung für die Unterstützung der Schule. Sie beansprucht rund die Hälfte des Gemeindebudgets. In nächster Zeit soll zudem ein neues Feuerwehrdepot entstehen. Für den Bau fehlt noch die Bewilligung. Die Strassenbeleuchtung wurde modernisiert und besteht neuerdings aus LED-Lampen.

Auch Gemeinderat Jürg Engler konnte Positives berichten: Das Altersheim Rotbach ist nun ein anerkanntes CHM-Heim, was bedeutet, dass Personen bis zur höchsten Pflegestufe dort betreut werden können. Allerdings sei es schwierig, Personal zu finden. Trotz der Unterbesetzung konnte ein Gewinn erwirtschaftet werden. Dem Personal gebühre daher ein besonderer Dank, sagte Engler.

Lädelisterben aufhalten

Trotz der vielen guten Nachrichten gab es letztes Jahr einige Wermutstropfen zu verkraften: Die Metzgerei, die Bank und die Bäckerei schlossen ihre Türen. «Es braucht die Hilfe aller Einwohner, damit Bühler als Gemeinde weiterhin attraktiv bleibt», sagte Ingeborg Schmid. Projekte wie das neu eröffnete «culinarium nöggel», wo die öffentliche Versammlung stattfand, tragen zu einem lebendigen Dorfleben bei – genau wie die vielen bevorstehenden Veranstaltungen, so die Gemeindepräsidentin.