Guter Start ins Leben der Felchen

Die Fischbrutanlage in Rorschach verfolgt zwei Ziele: Zum einen sollen bedrohte Fischarten erhalten werden, zum anderen werden wirtschaftlich wichtige Fische wie Felchen in der Entwicklung unterstützt. «Der Brotfisch des Bodensees wird bei uns künstlich erbrütet.

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Die Fischbrutanlage in Rorschach verfolgt zwei Ziele: Zum einen sollen bedrohte Fischarten erhalten werden, zum anderen werden wirtschaftlich wichtige Fische wie Felchen in der Entwicklung unterstützt. «Der Brotfisch des Bodensees wird bei uns künstlich erbrütet. Damit können wir die Schwankungen der natürlichen Fortpflanzung ausgleichen», erklärt Jörg Schweizer, Betriebsleiter der Fischbrutanlage Rorschach. Mehrere Gläser mit je rund sechs Litern Felchenlaich sind im Brutraum zu sehen. «In einem Liter Laich gibt es etwa 77 000 Eier», sagt Jörg Schweizer. Bis im März/April sollten die Felchen geschlüpft sein und sich so weit entwickelt haben, dass sie ausgesetzt werden können. Gefüttert werden die kleinen Jungfische, die sich von Plankton ernähren, nicht. Jörg Schweizer setzt die Jungfelchen im Bodensee an Stellen aus, wo er viel Plankton ausmachen kann und diese dadurch ideale Startbedingungen vorfinden. Die Fischbrutanlage in Rorschach ist nur eine von sechs Fischbrutanlagen rund um den Bodensee, an welchem Felcheneier erbrütet werden. Diese Dezentralisierung minimiere das Risiko, falls in einer Brutanlage ein Problem auftrete, erklärt Jörg Schweizer. (sas)

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