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Guter Rat ist gefragt

Eine wichtige Aufgabe erfüllt Pro Juventute AR im Bereich der Beratungen. Die Erziehungsberatung indes werde von den Eltern oft zu spät in Anspruch genommen. Dies geht aus den an der Vereinsversammlung präsentierten Jahresberichten hervor.
Martin Hüsler
Lea Campi Klauser (links) leitet seit zehn Jahren die Geschäftsstelle von Pro Juventute AR. Rechts Präsidentin Annelise Dick-Schwab. (Bild: hü)

Lea Campi Klauser (links) leitet seit zehn Jahren die Geschäftsstelle von Pro Juventute AR. Rechts Präsidentin Annelise Dick-Schwab. (Bild: hü)

AUSSERRHODEN. Ob Mütter- und Väterberatung oder Erziehungsberatung – was Pro Juventute AR anbietet, entspricht offensichtlich einem Bedürfnis. Auffallend ist der markante Anstieg in der Erziehungsberatung, wo in 255 Fällen (Vorjahr 186) Rat erteilt beziehungsweise Hilfe vermittelt wurde. «Oft melden sich Eltern erst für eine Erziehungsberatung an, wenn sie nicht mehr Auskunft und Rat, sondern Hilfe benötigen. Die Zeit, in welcher Ratschläge und einfache Massnahmen zur Verbesserung der Situation genügt hätten, ist ungenutzt verstrichen», weist Lea Campi Klauser im Jahresbericht hin.

Gründe für Beratungen

In welchen Situationen wenden sich Eltern an die Beraterin Priska Bachmann? Am meisten sind allgemeine Erziehungsfragen wie Trotzreaktionen, Eifersucht, Wutausbrüche, Ungehorsam oder Pubertätsprobleme Auslöser für ein Gespräch. Entwicklungsauffälligkeiten – Ängste und depressive Verstimmungen fallen beispielsweise darunter – sowie schulische und Ausbildungsprobleme lassen den Gang zur Erziehungsberaterin ebenfalls als angezeigt erscheinen. Es kann aber auch der Fall eintreten, dass Probleme der Eltern untereinander bei den Kindern Reaktionen auslösen, die Hilfe von aussen erfordern.

Dinge zurechtrücken

Im Jahresbericht zur Mütter- und Väterberatung – sie wurde rund 800mal in Anspruch genommen – wird auf die nicht immer zielführende Rolle moderner Medien eingegangen. Ratsuchenden Eltern würden sich häufig schon im Internet oder über unzählige Ratgeber informieren, bevor sie in die Beratung kämen. Oft wollten Eltern eine Bestätigung dessen, was sie im Netz bereits recherchiert hätten. Oder aber sie fühlten sich überfordert und verloren im Dschungel der Ratschläge. «Dadurch bekommt das Expertenwissen einen anderen Stellenwert. Die Beraterin muss den Überblick über das gesamte Wissensgebiet bewahren und eine Bewertung abgeben können. Sie muss den Eltern die Sicherheit geben, richtig zu handeln», heisst es im Jahresbericht.

Beliebter Ferien(s)pass

Die Pro Juventute-Vereine beider Appenzeller Halbkantone organisieren alle zwei Jahre Kurse im Rahmen des Ferien(s)passes. 2015 konnten 322 Kurse angeboten werden, für deren Aufgleisung die sechs Frauen Daniela Fritsche, Claudia Kündig, Marion Niedermayer, Nadine Willi, Katja Brülisauer und Nadine Kuhn mehr als 1100 Stunden aufwendeten. Gegen 800 Kinder machten vom Angebot Gebrauch. «Der Ferien(s)pass wäre jedoch nicht möglich ohne all die Kursleiterinnen und -leiter, die unentgeltlich oder bei kleinstem Honorar Kurse anbieten», wird den dienstbaren Geistern ein Kränzchen gewunden.

Gesunde Finanzlage

Pro Juventute AR kann seine Aktivitäten dank eines gesicherten finanziellen Fundaments wahrnehmen, wie aus den von Beatrice Hugentobler-Hobi vorgelegten Jahresrechnungen hervorgeht. Aufwand und Ertrag halten sich in allen Teilrechnungen mehr oder weniger im Gleichgewicht. Nichtsdestotrotz sind natürlich Spenden jederzeit willkommen. Und selbstverständlich tragen auch die Beiträge der öffentlichen Hand und von Dritten zu einem stabilen Haushalt bei.

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