Gute Leistung wird nicht belohnt: SC Herisau verliert gegen Frauenfeld 3:4 nach Verlängerung

Nach der zweiten Niederlage im Playoff-Viertelfinal könnte die Saison für den Erstligisten SC Herisau am Samstag in Frauenfeld enden. Der Auftritt vom Donnerstag lässt den Aussenseiter aber hoffen.

Mea McGhee
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Geht die Scheibe über die Linie oder nicht? Herisaus Bleiker mit vollem Einsatz, doch der Schiedsrichter gibt das Tor nicht.

Geht die Scheibe über die Linie oder nicht? Herisaus Bleiker mit vollem Einsatz, doch der Schiedsrichter gibt das Tor nicht.

Bild: Erich Brassel

Sportchef, Trainer und Spieler – die Herisauer haderten nach der zweiten Playoffpartie gegen Frauenfeld. Mit einer streng gepfiffenen Strafe gegen Pace trug die Spielleitung in der Verlängerung am Donnerstag ihres dazu bei, dass die umkämpfte Partie zu Gunsten der Gäste kippte. Frauenfelds Captain Nino Fehr erzielte vier Sekunden nach Ablauf dieser Überzahl das siegbringende 4:3 (74.).

«Die Spieler sollten eine Partie entscheiden, nicht die Schiedsrichter.»

So kommentierte Herisaus Trainer Christian Strasser und sprach nebst den Strafen auch jene Zentimeterentscheidung bei Spielhälfte an, als Bommeli hinter dem Gehäuse von Gästekeeper Oehninger stehend, die Scheibe hinter der Torlinie sah und das vermeintliche 3:1 bejubelte. «Kein Tor» zeigte jedoch der Schiedsrichter an, und praktisch im Gegenzug glich Brauchli für die Gäste aus.

Erstmals in der Serie in Führung

War Herisau im ersten Spiel am Dienstag trotz guter Leistung noch ohne Torerfolg geblieben, ging es diesmal durch Timo Koller erstmals in der Serie in Führung (15.). Auch auf Frauenfelds Ausgleich durch Gemperli (22.) fanden die Gastgeber eine Antwort. Nur 42 Sekunden nach dem 1:1 legte Verteidiger Jeitziner für Herisau wieder vor. Dennoch ging der Mittelabschnitt an die Gäste: Lattner sorgte für die erstmalige Führung des überlegenen Qualisiegers der Ostgruppe. Offside oder nicht?, fragte sich mancher der 254 Zuschauer im Herisauer Sportzentrum in der Szene, der Frauenfelds 3:2 folgte (35.).

Chancen, die Serie auszugleichen

Seine Spieler hätten keine Energie an die Spielleitung verschwendet und insbesondere im Schlussdrittel gut reagiert, so Herisaus Trainer. Captain Popp tankte sich rechts durch, passte schön auf Eigenmann, der in der 50. Minute zum 3:3 traf. Pace hatte die Chance, die Serie auszugleichen, scheiterte jedoch im einzigen Herisauer Powerplay über die vollen zwei Minuten an Oehninger. Auch dessen Gegenüber Bauer spielte gut, hielt Herisau zu Beginn der Verlängerung mit einem Big-Safe im Spiel. Auch Jeitziner hatte noch die Chance auf den Siegtreffer, er verzog jedoch aus aussichtsreicher Position.

Die Leistung seiner Mannschaft gebe Mumm für das dritte Spiel der Serie, so Trainer Strasser. «Um zu gewinnen, ist aber noch einmal eine Steigerung nötig, muss die Chancenverwertung besser werden.» Die Partie in Frauenfeld beginnt am Samstag um 17.30 Uhr.