Gut funktionierendes Zusammenspiel

Kürzlich besuchten Vertreter des St. Galler Bildungsdepartements die Micarna-Gruppe in Bazenheid. Dabei standen sowohl Themen aus dem Bereich Tierwohl und nachhaltiger Landwirtschaft als auch die Förderung der Integration und das Ausbildungsprogramm Mazubi im Mittelpunkt.

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Vertreter des St. Galler Bildungsdepartementes zu Besuch bei der Micarna-Gruppe: Fredy Fritsche, Benno Keller, Christoph Egger, Yannick Blöchlinger, Peter Hinder, Stefan Kölliker, Albert Baumann, Stefan Harder, Bernhard Thöny, Ruedi Giezendanner und Christoph Mattle (von links). (Bild: pd)

Vertreter des St. Galler Bildungsdepartementes zu Besuch bei der Micarna-Gruppe: Fredy Fritsche, Benno Keller, Christoph Egger, Yannick Blöchlinger, Peter Hinder, Stefan Kölliker, Albert Baumann, Stefan Harder, Bernhard Thöny, Ruedi Giezendanner und Christoph Mattle (von links). (Bild: pd)

BAZENHEID. Die Micarna-Gruppe ist die mengenmässig wichtigste Fleisch-, Geflügel- und Seafoodproduzentin der Schweiz. Als Industrieunternehmen der Migros-Gruppe ist das Unternehmen stark in der Schweiz verankert und ist zudem einer der grössten Arbeitgeber der Region. Vertreter des St. Galler Bildungsdepartementes nahmen am Montag die Möglichkeit wahr, sich am Standort Bazenheid ein Bild des Schweizer Unternehmens zu machen.

Herausforderungen der Branche

Zu Besuch waren Regierungsrat Stefan Kölliker (Vorsteher des Bildungsdepartementes), Franziska Gschwend (Leiterin Dienst für Recht und Personal), Bernhard Thöny (Leiter Dienst für Finanzen und Informatik), Ruedi Giezendanner (Leiter Amt für Berufsbildung), Fredy Fritsche (Leiter Abteilung Lehreraufsicht im Amt für Berufsbildung), Benno Keller (Ausbildungsberater im Amt für Berufsbildung) und Christoph Mattle (Leiter Amt für Mittelschulen). Allen voran Regierungsrat Stefan Kölliker zeigte sich sehr interessiert an den modernen Produktionsanlagen der Micarna-Gruppe, war doch früher auch sein Onkel beim St. Galler Unternehmen tätig. Und vieles hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Die Herausforderungen der heutigen Nahrungsmittelproduktion zeigen, dass eine Debatte zu deren Rolle, den Konsumentenerwartungen und den Antworten der Nahrungsmittelindustrie mehr denn je eine wichtige Bedeutung zukommt.

Das Ernähren der wachsenden Weltbevölkerung, Klimawandel, wechselnde Konsumpräferenzen und ein kritisches Einkaufsverhalten zwingen gerade die Fleischbranche, ihre Arbeitsweise und Produktionsformen zu erklären und für die Konsumenten sichtbar zu machen. Albert Baumann (Unternehmensleiter Micarna-Gruppe), Peter Hinder (Leiter Geschäftsbereich Marketing/Kommunikation) sowie Christoph Egger (Leiter Geschäftsbereich Frischfleisch) konnten die geladenen Regierungsratsvertreter auf ihrem Rundgang von den professionellen Bedingungen bei der Micarna-Gruppe überzeugen. Klare Abläufe und hohe Sicherheitsstandards im Bereich der Hygiene stellen die hohe Qualität der Produkte sicher. Die Vertreter des St. Galler Bildungsdepartementes zeigten sich ab dem gut funktionierenden Zusammenspiel unterschiedlichster Kulturen beeindruckt. Stefan Harder (Leiter HR Micarna-Gruppe) betonte während des Rundgangs die Wichtigkeit des gegenseitigen Respekts und zeigte auf, dass ein Unternehmen wie die Micarna-Gruppe in einer Region sehr viel zu einer erfolgreichen Integration beitragen kann.

Eine praxisnahe Ausbildung

Auf grosses Interesse stiess auch die Präsentation von Yannik Blöchlinger. Der 19jährige KV-Lehrling ist aktuell Unternehmensleiter der Lernendenfirma Mazubi und durfte das Projekt vorstellen. Die Mazubi ist ein eigenes Unternehmen innerhalb der Micarna-Gruppe, das von den Lernenden selbst geführt wird. Die Lernenden produzieren und verkaufen reale Produkte. Sie kümmern sich um alle Geschäftsbereiche selbst: vom Einkauf über die Produktion und Logistik bis zum Marketing und Verkauf. Organisiert ist die Mazubi wie eine Aktiengesellschaft mit einer operativen Geschäftsführung, einem Verwaltungsrat und der Generalversammlung.

Das Ziel der Mazubi ist es, den Lernenden eine praxisnahe Ausbildung zu ermöglichen. Vernetztes Denken, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein sollen gefördert werden und damit Unternehmer der Zukunft ausgebildet werden.

Zusammen mit der Lernendenfirma Mazubi können die zukünftigen Fach- und Führungskräfte ihr Wissen in der eigenen Firma direkt in der Praxis anwenden und gleichzeitig unternehmerische Erfahrungen sammeln. (pd)