Gut ausgebildet ins Berufsleben

Karriere auch ohne Studium: Irene Pfändler absolviert bei der Migros Appenzell die Ausbildung zur Detailhandelsassistentin. Die nächsten Schritte ihrer beruflichen Laufbahn sind bereits geplant.

Mea Mc Ghee
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Irene Pfändler steht kurz vor der praktischen Abschlussprüfung ihrer zweijährigen Ausbildung zur Detailhandelsassistentin. (Bild: mc)

Irene Pfändler steht kurz vor der praktischen Abschlussprüfung ihrer zweijährigen Ausbildung zur Detailhandelsassistentin. (Bild: mc)

APPENZELL. Mit flinken Händen stapelt Irene Pfändler Kistchen mit Erdbeeren um, fischt ein Stück Verpackungsmaterial von der Früchteauslage, prüft, ob das Sortiment mit Peperoni, Salaten oder Spargeln aufgefüllt werden muss. Sie sagt: «Es ist schön, dass ich viele Arbeiten selbständig erledigen kann.» Die 17jährige Urnäscherin absolviert in wenigen Tagen in der Migros Appenzell ihre praktische Lehrabschlussprüfung zur Detailhandelsassistentin. Während ihrer zweijährigen Lehre hat sie alle paar Monate den Rayon gewechselt, hat so die verschiedenen Produkte kennengelernt, die in der Filiale angeboten werden. Am besten gefällt es ihr im Bereich Bäckerei und Convenience. «Hier trägt man die Verantwortung dafür, dass im Laden stets genügend Brote frisch aufgebacken werden.»

Fixe Arbeitszeiten

Früh habe sie gewusst, welchen Beruf sie lernen möchte, da ihre älteren Geschwister im Detailhandel tätig sind. Der Kundenkontakt, die Abwechslung, die Teamarbeit und die fixen Arbeitszeiten nennt die Lernende als Pluspunkte der Branche. Nachdem sie zu Beginn der Ausbildung den Betrieb kennengelernt und dann hauptsächlich Waren aufgefüllt hat, erhielt sie schon bald Einblick ins Bestellwesen. «Ich wurde zunächst beim Auslösen von Bestellungen begleitet, durfte dies aber nach kurzer Zeit selbständig erledigen», schätzt sie rückblickend das Vertrauen, das ihr die Ausbildner entgegenbrachten. Auch die verantwortungsvolle Arbeit an der Kasse ist Teil der Ausbildung, wobei Irene Pfändler froh ist, wird sie nur tageweise als Kassierin eingesetzt. «Mental bin ich nach einem Tag an der Kasse müde, und die Bewegung fehlt mir.»

Zwei Lehrjahre anhängen

Im Sommer, nach Abschluss ihrer Ausbildung, wird Irene Pfändler zwei weitere Lehrjahre zur Detailhandelsfachfrau anhängen. Das sei von Anfang an ihr Ziel gewesen, der «Umweg» über die kürzere Lehre zur Assistentin habe für sie Vorteile: Am Berufsbildungszentrum Herisau sind die Klassen im Ausbildungsweg zur Detailhandelsassistentin kleiner als jene der Detailhandelsfachfrauen. «Die Lehrer haben mehr Zeit für den einzelnen Schüler, und bei der zweijährigen Lehre wird weniger Stoff vermittelt», sagt die Urnäscherin. Mit guten Leistungen und einem ebensolchen Abschluss will sie sich für höhere Aufgaben empfehlen. Ihr Chef, Manfred Guidolin, ist ihr ein gutes Vorbild.

Bild: MEA MC GHEE

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