Gugge-Tröffe geht neue Wege

HERISAU. Vor drei Jahrzehnten zog erstmals der grosse Fasnachtsumzug durch Herisaus Strassen und Gassen. Unter dem Motto «Back to the Future» findet das nächste Gugge-Tröffe am 13. und 14. Februar statt.

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Das Gugge-Tröffe-OK setzt auf «Back to the Future». (Bild: Eva Schläpfer)

Das Gugge-Tröffe-OK setzt auf «Back to the Future». (Bild: Eva Schläpfer)

Der Startschuss für das Gugge-Tröffe fällt am Freitag, 13. November, um 19 Uhr. Die öffentliche Plakettenenthüllung findet neu in der «Chälblihalle» statt. Die Herisauer Guggen werden die Sujet-Präsentation musikalisch umrahmen und anschliessend eine Kostprobe ihrer «schrägen» Töne zum Besten geben. Das OK des Gugge-Tröffe Herisau plant seit April für den Grossanlass von Mitte Februar 2016 und möchte neue Wege gehen. Unter dem Motto «Back to the Future» blickt das Gugge-Tröffe auf die vergangenen drei Jahrzehnte zurück und vergisst dabei nicht, in die Zukunft zu investieren.

Der grösste wiederkehrende Anlass, nebst dem Kinderfest, findet wieder in der Chälblihalle statt, und der Umzug am Sonntag startet wie früher auf dem Kirchplatz. Für die Zukunft werden neue Werbekanäle genutzt. Das Gugge-Tröffe erhält ein neues Erscheinungsbild und wird künftig auch auf Online-Plattformen präsent sein.

Ein gewagter Plan

«Da haben sich die Kellers, die Lehmanns, Schläpfers & Co. etwas Schönes eingebrockt! Der Herisauer, der gerne von und mit der Tradition lebt, freut sich schon heute auf das nächste, übernächste und überübernächste Gugge-Tröffe», war nach dem Erfolg der ersten Ausgabe 1986 in der Appenzeller Zeitung zu lesen.

Das Wagnis der Organisatoren, etwas fasnächtlich Neues in Herisau zu versuchen, wurde belohnt. «Am Samstag herrschte eine unvergleichliche Fasnachtsstimmung in der prallvollen Chälblihalle. Der Sonntag war, mit rund 30 Umzugsnummern und mehreren tausend Zuschauern am Strassenrand, die Krönung des zweitägigen Guggen-Events», sagt der ehemalige Umzugschef Hans Lehmann.

Guggenspektakel für Herisau

Am Funkensonntag gaben sich die Herisauer Guggen auf dem Sedel jeweils ein Stelldichein. Leo Keller, Hans Lehmann und Paul Schläpfer waren 1985 überzeugt, dass mit fast 200 Guggern etwas Grösseres auf die Beine gestellt werden sollte. Ein zweitägiges Guggenfest mit Umzug war die Idee, und die Vereinigten Herisauer Guggenmusiken Ziegelhöttler, Dorfgwaggli, Möli-Wirbel, Sauknapp, Villharmoniker und Herischrenzer sollten für die Organisation verantwortlich zeichnen. Die Idee vom Gugge-Tröffe war geboren.

Seither sind 30 Jahre vergangen. In dieser Zeit haben rund 30 000 Fasnächtlerinnen und Fasnächtler den Umzug bestritten und etwa 150 000 Zuschauer das Spektakel mitverfolgt. (pd)