Grünes Licht für Ortsdurchfahrt

Der Ausserrhoder Regierungsrat genehmigt das Gesamtprojekt zur Erneuerung der Ortsdurchfahrt Hundwil. Frühester Baubeginn ist 2012. Einsprachen, welche die Realisation des Projekts verzögern, sind wahrscheinlich.

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HUNDWIL. Etappenweise sollen die zwei Strassenzüge «Bären» bis Ortsausgang Ost und Urnäscherstrasse saniert werden. Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat das Gesamtprojekt für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Hundwil genehmigt. Dies schreibt die Kantonskanzlei in einer Mitteilung.

Die Ortsdurchfahrt Hundwil wurde noch nie richtig erneuert. Im Jahre 1972 wurde der Ausbau vom Friedhof her beim «Bären» gestoppt, seither wurde im Dorf nur der nötigste Unterhalt gemacht. Im Jahre 2007 hat die Gemeinde Hundwil zusammen mit der Stiftung Dorf Hundwil eine Studie zur Aufwertung des öffentlichen Raumes im Hundwiler Zentrum in Auftrag gegeben. Das Kantonale Tiefbauamt hat aus diesen Vorarbeiten ein Gesamtprojekt für die zwei Hundwiler Strassenzüge «Bären»–Ortsausgang Ost sowie Urnäscherstrasse erarbeitet. Die Gemeindebehörden und die Denkmalpflege waren in die Projektierung involviert.

Hundwil zahlt 265 000 Franken

In einer ersten Phase soll im kommenden Jahr die Urnäscherstrasse ab Kirche bis Ende Landsgemeindeplatz saniert werden, so der Ausserrhoder Kantonsingenieur Urban Keller auf Anfrage der Appenzeller Zeitung. Für die Erneuerung der Urnäscherstrasse seien rund 1,25 Millionen Franken vorgesehen. Diese Kosten bleiben in jedem Fall beim Kanton, wobei sich Hundwil finanziell beteiligt. Die Gemeinde müsste 25 000 Franken für die Beleuchtung sowie 155 000 Franken für die Sanierung der Strasse zahlen. Dazu kämen 80 000 Franken für die Meteorwasserleitung, die gleichzeitig realisiert würde.

Laut Medienmitteilung soll die Fahrbahn bei der Metzgerei soweit nach Norden verschoben werden, dass vor dem Geschäftseingang aus Sicherheitsgründen eine Vorzone entsteht. Die Parkplätze entlang dem südlichen Rand des Landsgemeindeplatzes sollen durch ein Trottoir ersetzt werden. Die Gestaltung um die Kirche würde moderate Änderungen erfahren.

Zweite Phase frühstens 2014

In einer zweiten Phase will das Kantonale Tiefbauamt die Strasse auf dem Abschnitt «Bären» bis Ortsausgang Ost erneuern. Diese Arbeiten können frühestens 2014 in Angriff genommen werden, da Hundwil im Jahr 2013 für die im Dorf stattfindenden Festspiele frei von Baustellen sein soll, so Keller.

Die Fahrbahnbreiten bleiben weitgehend unverändert, und auch der Engpass beim «Löwen» bleibt bestehen. Für die Fussgänger wird aber zwischen dem Übergang beim Gemeindehaus und dem Ortsausgang Ost auf der Nordseite der Fahrbahn ein neues Trottoir erstellt. Der Bereich mit dem Brunnen westlich des Gemeindehauses wird komplett umgestaltet. Auch soll die Einmündung der Urnäscherstrasse verbessert werden. Dabei hat sich der Kanton gegen eine Kreisellösung entschieden, da mindestens eine Liegenschaft abgerissen werden müsste und die Verkehrsströme auf den beiden Strassenachsen viel zu unterschiedlich sind.

Bund finanziert voraussichtlich

Die Erneuerung der Ortsdurchfahrt wurde an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 1. November vorgestellt. Da der Bund die Strasse Heris-au–Waldstatt–Hundwil–Kantonsgrenze voraussichtlich per 1. Januar 2014 ins Nationalstrassennetz übernimmt, würde er für den Ausbau der Etappe «Bären»-Ortsausgang Ost mit Kosten von rund 3,3 Millionen Franken zuständig. Für den Ausserrhoder Regierungsrat sei es wichtig, dem Bundesamt für Strassen ein bewilligtes und baureifes Projekt zu überreichen, heisst es in der Medienmitteilung. Der Regierungsrat hat das Bauprojekt für die Planauflage freigegeben. (kk/mc)