Grünes Licht für Busa-Neubau in Herisau: Auch Nationalrat stimmt Armeebotschaft zu

Lange Zeit war unsicher, ob die Berufsunteroffiziersschule (Busa) in Herisau verbleiben wird. Nun ist klar: Die Busa zieht nicht weg. Nach dem Ständerat hat am Mittwoch auch der Nationalrat der Armeebotschaft 2020 zugestimmt – und hat damit die finanziellen Mittel für den Neubau gesprochen. Dieser soll nun zügig an die Hand genommen werden.

Alessia Pagani
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Hat einen hohen Stellenwert für Herisau und die ganze Region: Die Busa generiert gemeinsam mit der RS jährlich eine Wertschöpfung von mehreren Millionen Franken.

Hat einen hohen Stellenwert für Herisau und die ganze Region: Die Busa generiert gemeinsam mit der RS jährlich eine Wertschöpfung von mehreren Millionen Franken.

APZ

Der geplante Neubau der Berufsunteroffiziersschule (Busa) in Herisau hat die letzte Hürde genommen. Am Mittwoch hat der Nationalrat die Armeebotschaft 2020 mit dem Immobilienprogramm VBS genehmigt. 177 Nationalräte stimmten für die Vorlage, drei dagegen und fünf Parlamentarier enthielten sich ihrer Stimme. Das Ergebnis erstaunt wenig. In der Sommersession hatte bereits der Ständerat seine Zustimmung zur Armeebotschaft gegeben. Ausserrhodens Nationalrat David Zuberbühler sprach im Vorfeld der Abstimmung vom Mittwoch von einer Formsache.

Mit dem Immobilienprogramm 2020 beantragt der Bundesrat gesamthaft einen Verpflichtungskredit von 489 Millionen Franken. 265 Millionen Franken betreffen «weitere Immobilienvorhaben 2020». Diese «weiteren Immobilienvorhaben» umfassen Projekte mit erwarteten Ausgaben von weniger als 10 Millionen Franken. Ein solches Projekt ist der Neubau der Busa in Herisau. Eine Minderheit der Finanzkommission des Nationalrates wollte den betreffenden Kredit am Mittwoch kürzen, ist mit dem Antrag allerdings nicht durchgekommen.

Nach langem Ungewissen nun der Entscheid

Der Verbleib der Busa in Herisau stand in der Vergangenheit mehrmals auf der Kippe. Schon länger herrscht Unzufriedenheit über die Infrastruktur. Noch heute, 45 Jahre nach der Eröffnung, sprechen die Verantwortlichen von einem «Provisorium».

Die Schulungsräume verteilen sich auf drei Standorte in der Hinterländer Gemeinde, zwei davon sind zugemietet. Der Mietzins liegt im hohen sechsstelligen Millionenbereich. Mit dem Neubau zwischen Kaserne und Sportzentrum sollen die Räumlichkeiten zentralisiert und die Kosten gesenkt werden.

Bauarbeiten starten voraussichtlich im Herbst 2022

Die Arbeiten werden zügig vorangetrieben. Anfang 2021 soll ein Expertenteam die eingereichten Projekte beurteilen. Das Militärische Plangenehmigungsverfahren soll bis Sommer 2022 abgeschlossen sein. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass voraussichtlich im Herbst 2022 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Diese werden rund zwei Jahre in Anspruch nehmen.

Regierungsrat Hansueli Reutegger zeigte sich bereits nach dem Ständerats-Ja erfreut über den Verbleib der Busa in Herisau und verwies auf deren Bedeutung für die Region. Die Busa generiert gemäss Schätzungen gemeinsam mit der in Herisau stationierten Rekrutenschule mehrere Millionen Franken Wertschöpfung jährlich.