Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Grün, gelb, schwarz

Brosmete
Lars Syring

Die jungen Frauen, zu denen Olli ging, wichen erschrocken zurück, als er sich zu ihnen setzte. Er streckte ihnen die zermatschte Banane entgegen.

«Ist die nicht wunderschön?»

«Ne. Echt nicht. Was soll das?»

«Ich finde die wunderschön. Guckt doch mal.»

«Geh man lieber zu deiner Freundin. Die ist schön. Und lass uns in Ruhe.»

«Das ist nicht meine Freundin. Leider. Sie will nicht. Hat Angst. Aber jetzt guckt doch mal die Banane.»

«Ne. Will ich nicht. Komm. Geh weg.»

«Was denn jetzt?», fragte Olli. «Soll ich kommen oder gehen.»

«Jetzt erkenn ich dich», sagte die eine der beiden plötzlich. «Du bist doch Olli!» Olli lächelte sie an.«Dich wollte ich schon immer mal kennen lernen.»

«Jetzt ist deine Chance», sagte Olli.

«Na los. Also erzähl von deiner Banane. Was soll das?»

«Weiss ich eigentlich auch nicht. Aber ich finde die wunderschön. Die war mal ganz grün. Dann ist sie gelb geworden. Irgendwann kamen die schwarzen Flecken. Und jetzt ist sie ganz schwarz. Und irgendwie kommt da was Gelbes raus.» Er strich mit dem Zeigefinger der anderen Hand an der Banane entlang.

«Ja. Und nun?»

«So ist das Leben. Wir verändern uns. Sind erst unreif. Dann reif. Dann überreif. Und irgendwann ist es zu spät. Kennt ihr das?»

«Ja. Das ist wie in der Liebe.»

Olli guckte zu Rieke herüber. Sie blätterte in der «Ultimo» und schlürfte gelegentlich an ihrem Tee. Sie mochte keinen Kaffee. «Darf ich euch die Banane hier lassen? Könnt ihr bitte auf sie aufpassen? Sie braucht das jetzt. Ihr geht es nicht gut.» Die eine der eeiden nickte. Die endere sah sie fragend an. Dann stand Olli auf, und kletterte etwas umständlich auf die Theke. Ein lauter Witz am Flipperautomaten. Der Plattenspieler spielte einen lauten Beat. Dann skandierte Olli: «Ich will Liebe und keine Revolution. Ich will Liebe. Alles andere hatte ich schon. Ich will Liebe. Keine Fahrt auf den Mond. Immer noch Liebe. Und keine Revolution.»

Lars Syring

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.