Grosses Vertrauen ins Bankinstitut

Das gute Geschäftsjahr sowie die Jubiläen von Markus Thalmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung, und VR-Präsident Adrian Gmür prägten die Generalversammlung der Raiffeisenbank Unteres Toggenburg.

Peter Jenni
Drucken
Teilen
Die Geehrten Adrian Gmür, Markus Thalmann und Ivo Giger sowie Matthias Hefti, Aktuar des VR (von links). (Bild: Peter Jenni)

Die Geehrten Adrian Gmür, Markus Thalmann und Ivo Giger sowie Matthias Hefti, Aktuar des VR (von links). (Bild: Peter Jenni)

Peter Jenni

redaktion

@toggenburgmedien.ch

Dass bei der Raiffeisenbank Unteres Toggenburg sowohl finanziell als auch personell alles in bester Ordnung ist, zeigte sich an der 96. Generalversammlung, die in Bütschwil abgehalten wurde und zusätzlich in Mosnang per Videoschaltung verfolgt werden konnte.

Während Präsident Adrian Gmür einen interessanten Rechenschaftsbericht aus Sicht des Verwaltungsrats (VR) ablegte, tat dies Markus Thalmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung, aus operativer Perspektive. Ein grosses Thema ist zurzeit die Erneuerung der Informatikplattform, welche die Bank oder zumindest die Verantwortlichen 2017 und 2018 in Atem halten wird, wobei die Kundschaft davon kaum oder gar nicht betroffen sein sollte.

Die Anstrengungen, die für Aus- und Weiterbildungen unternommen werden, um das Knowhow der Mitarbeitenden zu fördern, sind enorm. Das widerspiegelt sich sowohl in Beförderungen wie auch bei den Verantwortlichkeiten unter jungen strebsamen Mitarbeitenden.

Zinsänderungsrisiko im Griff

Unter den 1036 Genossenschafterinnen und Genossenschaftern, die Adrian Gmür begrüssen konnte, befanden sich zahlreiche Neumitglieder. Ebenso unter den Gästen waren die Gemeindepräsidenten von Bütschwil, Karl Brändle, und Mosnang, Renato Truniger.

Nebst Wirtschaft, Börsen, Brexit und Trump befasste sich Adrian Gmür mit einer allfälligen Zinserhöhung in den USA. Sollte es so weit kommen, hätte eine Zinserhöhung aufgrund von internationalen Verknüpfungen über weltweit tätige Unternehmen und globale Kapitalströme auch Druck auf die Europäische und die Schweizer Nationalbank zur Folge, die Zinsen je nach Wirtschaftswachstum ebenfalls anzuheben: «Von einer Zinserhöhung betroffen wäre auch unsere Bank, indem Kredite tendenziell teurer würden», betonte Adrian Gmür. Trotz des Risikos, dass sich Zinsen in Zukunft auf die eine oder andere Seite veränderten, könne er mitteilen, «dass wir mit unseren Einschätzungen in den letzten Jahren gut gelegen sind und das Zinsänderungsrisiko im Griff haben».

Wie gross das Vertrauen in das Bankinstitut ist, zeigte sich daran, dass bei allen Abstimmungen Einigkeit herrschte. Weder der VR-Präsident noch der Bankleiter mussten kritische Fragen beantworten.

Eigenkapital konnte gesteigert werden

Die Bilanzsumme erhöhte sich im vergangenen Jahr um knapp 40 Millionen (6,5 Prozent) auf neu rund 642,5 Millionen Franken. Das Eigenkapital stieg ebenfalls, und zwar um 5,5 Prozent auf neu rund 41,6 Millionen Franken. Markus Thalmann konnte in der Folge mit weiteren positiven Zahlen aufwarten. Er betonte dabei, dass die Bank nach wie vor vom Zinsgeschäft lebe. Diese mache fast 90 Prozent des Ertrags aus. Auch die anderen Ertragsquellen hätten sich im letzten Jahr aber positiv entwickelt, wobei sich der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft gar um zehn und das Handelsgeschäft um über sechs Prozent erhöht hätten.

Vier Millionen Franken Ertrag

«Unsere Bank weist nach wie vor ein ausgezeichnetes Kosten-Ertrags-Verhältnis auf», sagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung Markus Thalmann. Der Ertrag beläuft sich für das Jahr 2016 auf vier Millionen Franken, wovon die Hälfte, also zwei Millionen Franken, den Reserven zugewiesen wurden. Das Genossenschaftskapital von 200 Franken pro Genossenschafter wird wie bisher schon mit sechs Prozent verzinst.