Grosses Frühstück, kleine Gespräche

MEISTERSRÜTE. Bevor die Teller am Zmorgebuffet mit Gipfeli, frischen Früchten und Lachs gefüllt wurden, sprach Organisationsberaterin Jacqueline Scherrer über Smalltalk. Die kleinen Gespräche seien für die KMU-Frauen wichtig, um ein Netzwerk aufzubauen.

Ruth Frischknecht
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Am alljährlichen Frühstück der KMU-Frauen beider Appenzell drehte sich alles um ein Thema: Smalltalk. Jacqueline Scherrer, Gastreferentin und Organisationsberaterin, erklärte, worauf es beim kleinen Gespräch ankommt und gab den Zuhörerinnen viele Tips mit auf den Weg. «Smalltalk ist wichtig, um Kontakte zu knüpfen; umso wichtiger ist es, dass man diese Gespräche mit Leichtigkeit angehen kann», sagte Scherrer. Das kleine Gespräch sei gerade auch für die KMU-Frauen wichtig, um sich geschäftlich und privat zu vernetzen.

Chemie muss stimmen

Beim Besuch einer Veranstaltung – vor allem wenn man alleine hingehe – könnten zahlreiche Unsicherheiten auftreten, sagte die Referentin. Was ziehe ich an? Komme ich fünf Minuten zu früh oder doch genau pünktlich? Kenne ich dort jemanden? Wo stelle ich mich dazu? Über welches Thema soll ich sprechen? Auf all das und noch vieles mehr gab die Expertin den KMU-Frauen Antworten. Sie hielt fest, dass es wichtig sei, Smalltalk auszuprobieren und an der eigenen Einstellung zu arbeiten: mit einer Portion Neugier und positiven Gedanken statt mit Angst auf die noch unbekannten Menschen zugehen. So entstehe meist ein gutes Gespräch.

Genügend Zeit zum Üben

Ganz zum Schluss war Zeit für eigene Fragen: «Rede ich Schriftdeutsch oder Mundart, wenn Deutsche mit am Tisch sitzen?» Man fragt nach, sagt die Expertin. «Sage ich Du oder Sie?» Jacqueline Scherrer schlägt vor, den Vor- und den Nachnamen zu nennen: «So kann sich das Gegenüber die Ansprache aussuchen.»

Im Anschluss daran bot sich beim gemeinsamen Frühstück Gelegenheit, das Gehörte umzusetzen: offene Fragen so weit die Ohren reichen. Gespräche über leichtverdauliche Themen wie Beruf oder das schön dekorierte Lokal. Die Frauen teilen eigene Erlebnisse mit dem kleinen Gespräch untereinander. So scheinen die Begrüssung und die Zuteilung der Personen eine Wanderung auf schmalem Grat zu sein.