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GROSSER RAT: Mehr Schutz für Sennen

Der Revision der Bauverordnung wird zugestimmt. Diskussionen gibt es ums Bauen im Sömmerungsgebiet. Die Standeskommission setzte sich nur teilweise durch.
Jesko Calderara
Bauherr Ruedi Ulmann sah keinen Handlungsbedarf. Bild: RF

Bauherr Ruedi Ulmann sah keinen Handlungsbedarf. Bild: RF

Bei der Beratung der revidierten Bauverordnung gab ein Punkt zu reden. Dabei ging es um die Frage, ob Pächter von Alphütten zusätzlich geschützt werden müssen. Das Thema aufgeworfen hatte Grossrat Patrick Koster mit seinem Antrag, der in erster Lesung gutgeheissen wurde. Gemäss der Standeskommission besteht die Problematik. Sie spricht von «unerwünschten Einzelfällen». Es liege im öffentlichen Interesse, dass Sennen während der Sömmerungszeit die Alphütten nutzen könnten, sagte Landeshauptmann Stefan Müller in der gestrigen Debatte.

Umstritten war die Frage, welches Instrument am wirksamsten ist. Kosters Vorschlag sah eine Ergänzung der Bauverordnung vor. Demnach hätte im Rahmen eines Bewilligungsverfahrens bei einem unter Pacht stehenden Objekt im Sömmerungsgebiet ein mindestens sechs weitere Jahre gültiger Pachtvertrag vorgelegt werden müssen. Die Standeskommission beantragte, auf die vorgeschlagene Ergänzung zu verzichten. Als kurzfristige Massnahme schlug sie vor, dass bei einer Baubewilligung für ein zonenkonformes Objekt im Sömmerungsgebiet eine nichtlandwirtschaftliche Nutzung verboten wird. Dieses Verbot soll während der Sömmerungszeit gelten. Dafür braucht es laut der Standeskommission keine Neuregelung im kantonalen Recht. Es sei sinnlos, etwas in der Verordnung festzuschreiben, was bereits auf Bundesebene geregelt sei, betonte Bauherr Ruedi Ulmann. Der Grosse Rat sprach sich gegen den Vorschlag von Grossrat Patrick Koster aus. Das Parlament befürwortete eine Formulierung des entsprechenden Artikels in der Bauverordnung im Sinne der Standeskommission.

Jesko Calderara

jesko.calderara@appenzellerzeitung.ch

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