Grosse Zeiträume hinter (und vor…) sich

Die Appenzeller Kulturkonferenz begrüsst an der Generalversammlung den neuen Ausserrhoder Regierungsrat Alfred Stricker. Aus Herisau kommt ein neues Vorstandsmitglied, aus Gonten und Heiden je eine neu aufgenommene Organisation.

Lukas Pfiffner
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Marcel Walker (Mitte) wird von Präsident Hanspeter Masina und Kassierin Chris Nowak aus dem Vorstand verabschiedet. (Bild: pf)

Marcel Walker (Mitte) wird von Präsident Hanspeter Masina und Kassierin Chris Nowak aus dem Vorstand verabschiedet. (Bild: pf)

URNÄSCH. «Wir stehen auf und stossen an: zum Wohl!» Hanspeter Masina freute sich als Präsident der Appenzeller Kulturkonferenz, an der Jubiläumsgeneralversammlung auf das 25jährige Bestehen der Organisation zurückblicken zu können. 32 Stimmberechtigte, viele von ihnen mit Begleitung, sowie zahlreiche Gäste hatten sich zur Versammlung eingefunden.

Marcel Walker verabschiedet

Ausserordentliche Zeiträume waren am Freitagabend im Restaurant Urnäscher Kreuz mehrmals ein Thema. Er hoffe, dass die Kulturkonferenz mit Ausserrhodens neuem Kulturdirektor Alfred Stricker die nächsten 40 Jahre gut zusammenarbeiten werde, sagte Hanspeter Masina... Er dankte den Revisoren Cornelia Zwingli und Urs Rennhard, die seit «unglaublichen 19 Jahren dieses Amt innehaben» und die Rechnung weder in Innerrhoden noch in Ausserrhoden geprüft hatten, sondern auf neutralem St. Galler Boden (im Büro der Kassierin Chris Nowak). Und Florian Schneider, der Präsident des Herisauer Vereins Pontem – Kultur am Viadukt, meinte: «Ich hoffe natürlich, dass wir in diesem Rahmen noch ein paarmal 25 Jahre feiern dürfen.» Florian Schneider folgt auf Marcel Walker im Vorstand. Dieser hatte dem Führungsgremium während 15 Jahren angehört und wurde mit einem Präsent verabschiedet.

«Nicht jede Wirtschaft»

«Die Appenzeller Kulturkonferenz und ihre Organisationsform sind gut aufgestellt», stellte Hanspeter Masina in seinem Bericht fest. Er dankte den beiden Kantonen für die trotz Spardruck gewährten Gelder (Innerrhoden 17 000 Franken, Ausserrhoden 75 000 Franken) sowie den jeweiligen Kontaktpersonen in den Kulturressorts, Margrit Bürer (AR) und Ottilia Dörig (AI), für die wertvolle Zusammenarbeit.

Die Konferenz schloss die Jahresrechnung mit einem Plus von rund 1100 Franken. Im vergangenen Jahr seien 33 Gesuche um Beiträge nach einem Punktesystem geprüft worden, berichtete Hanspeter Masina. Ohne Diskussion stimmte die Konferenz zwei Aufnahmen zu. Zum einen ist neu «Gonten – da isch Musig» Mitglied. Dieser 2010 gegründete Verein widmet sich der Organisation und Durchführung von Konzerten mit einem besonderen «Touch». Präsident Martin Manser informierte über die Ziele und aktuellen Projekte. Zum anderen wurde dem Aufnahmegesuch «Haus zur Stickerei» in Heiden entsprochen. Brigitte Bänziger Kern stellte den 2011 eröffneten Betrieb vor.

Die Gastronomie sei zwar in diesem Fall ein bedeutender Teil des Angebotes, und die Konferenz «kann nicht jede Wirtschaft aufnehmen, in der ab und zu ein Konzert stattfindet», meinte Hanspeter Masina. Aber es handle sich beim «Haus zur Stickerei» um eine aktive Gruppe, die Kulturförderung betreibe, weshalb das Gesuch statutenkonform sei. Aus der Konferenz ausgetreten ist das Kulturpodium Heiden.

Erinnerungen und Ideen

Nach dem genau eine Stunde dauernden geschäftlichen Teil vertieften die Delegierten der Mitgliedervereine und die Gäste im Freien bei einem Apéro riche ihre Erinnerungen an 25 Jahre Kulturkonferenz und ihre Ideen für anstehende Projekte. Die Lucky Camels aus Appenzell begleiteten den Abend musikalisch.