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Heiden: Grosse Pläne für die Hauptverkehrsader

Ein Kreisel oder ein Lichtsignal: Das Konzept des Gemeinderates zeigt Möglichkeiten für die Neugestaltung der Werdstrasse auf. Noch gibt es aber Hürden.
Jesko Calderara
So könnte die neugestaltete Werdstrasse mit einem Kreisel beim Coop dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

So könnte die neugestaltete Werdstrasse mit einem Kreisel beim Coop dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

Die Werdstrasse in Heiden soll aufgewertet werden. Dazu hat eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe unter der Federführung des kantonalen Tiefbauamtes ein Betriebs- und Gestaltungskonzept ausgearbeitet. Am Dienstag wurde dieses an der öffentlichen Versammlung im Kursaal vorgestellt. «Entscheidungen sind noch keine gefallen», betonte Sibilla Sutter vor den rund 100 Anwesenden. Die Leiterin Bau und Planung der Gemeinde präsentierte das Konzept, weil der zuständige Gemeinderat Hans-Peter Häderli krank war. Das vorliegende Konzept zeigt auf, wie die Werdstrasse gestaltet werden könnte, um allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Als Beispiele nannte Sutter den Individualverkehr, den öffentlichen Verkehr, die Fussgänger und die Parkplätze. Abgesehen davon steht die Häuserzeile an der Werdstrasse in der Ortsbildschutzzone.

Das Planungsgebiet umfasst den Abschnitt vom Lindenplatz bis zur Gerbestrasse. Ein neuralgischer Punkt ist beispielsweise der Einlenker beim Coop in die Rosentalstrasse. Dort gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: ein sogenannter T-Knoten mit Lichtsignal und ein Kreisel. Noch ist offen, welche Variante realisiert wird. Handlungsbedarf gibt es auch bei den Postautohaltestellen, die behindertengerecht ausgestaltet werden müssen. Geplant ist, durch optische Massnahmen die durchschnittliche Geschwindigkeit des Verkehrs zu reduzieren, ohne Tempo 30 einzuführen.

Aus dem Publikum kamen kritische Bemerkungen zum Trottoir aus Pflastersteinen, so wie es die Visualisierung zeigt. Für ältere Menschen sei ein solches nicht geeignet, sagt ein Zuhörer. Sutter verwies auf die anstehenden Planungen. Erst dann werde diese Frage vertieft angeschaut. Eine Frau wollte wissen, ob es bereits Pläne für das Areal Rosental-Garage gibt. Weil die Autogarage mittelfristig schliesst, wird das Grundstück frei für eine neue Nutzung. Wie diese aussieht, ist laut Sutter noch unklar. Zurzeit werde mit dem Kanton ein Arealentwicklungsprojekt ausgearbeitet, sagte sie.

Sobald die Vernehmlassung zum Gestaltungskonzept Werdstrasse abgeschlossen ist, wird ein Vorprojekt erarbeitet. Dann wird auch klar, wie hoch die Kostenbeteiligung für das Vorhaben ist. Anschliessend folgen die vertieften Planungen, sodass dann ein Bauprojekt mit detailliertem Kostenvoranschlag auf dem Tisch liegt. Läuft alles nach Plan, könnten die Bauarbeiten 2021 starten.

Weniger Lohn für den Heidler Gemeindepräsidenten

Im ersten Teil des Abends war die Revision des Entschädigungsreglements ein Thema. Darüber entscheiden die Stimmberechtigten in Heiden am 17. März. Um Interessenkonflikte zu vermeiden, stellte Vizegemeindepräsidentin Susann Metzger, und nicht Gemeindepräsident Gallus Pfister, die Vorlage vor. «Mit dem neuen Reglement werden bisherige Unklarheiten geklärt», sagte Metzger. Unter anderem werden die Entschädigungen der Gemeinderäte auf künftig 10000 Franken erhöht. Das sind 2000 Franken mehr als mit der heutigen Regelung. Damit werden die Ressortverantwortung und die Vorbereitung der Gemeinderatssitzungen abgegolten.

Ebenfalls mehr Geld gibt es für das Vizegemeindepräsidium. Die Entschädigung für dieses Amt beträgt künftig 12500 Franken, dazu kommt eine Abgeltung für Bürositzungen von 2000 Franken.

Einen leicht tieferen Lohn erhält mit der Inkraftsetzung des teilrevidierten Entschädigungsreglements der Heidler Gemeindepräsident. Er beträgt 170000 Franken pro Jahr, der aktuelle Amtsinhaber Gallus Pfister erhält 5000 Franken mehr. In Zukunft fliessen dafür sämtliche Sitzungsgelder, Honorare und Entschädigungen aus Mandaten, welche mit dem Amt verbunden sind, in die Gemeindekasse. Diese Regelung betrifft alle Gemeinderatsmitglieder. Geregelt sind im vorliegenden Reglement auch die Spesen. Dem Gemeindepräsidenten werden diese pro Amtsjahr mit 8000 Franken pauschal vergütet. Bis anhin waren es 5000 Franken. Für die Gemeinderäte wird die Spesenentschädigung um 100 auf 1000 Franken angehoben.

In der Fragerunde gaben diese Erhöhungen zu reden, insbesondere jene für das Gemeindepräsidium, die immerhin 60 Prozent beträgt. Man habe eine Angleichung an vergleichbare Gemeinden vorgenommen, sagte Metzger. Die Mehrkosten für alle Änderungen im Entschädigungsreglement belaufen sich auf rund 34000 Franken.

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