Grosse Ehre für den HC Büelen

An der Swiss Handball Awards Night in Baden stand der Handballclub Büelen Nesslau bereits im ersten Durchgang als eindeutiger Sieger fest. Der Club darf sich über den Swiss-Handball-Vereins-Award freuen.

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Der HC Büelen wurde am Galaabend vertreten durch Peter Ruf, Claudio Brufani, Marco Tschirky, Simon Bösch und Nicolas Stäger (von links). (Bild: pd)

Der HC Büelen wurde am Galaabend vertreten durch Peter Ruf, Claudio Brufani, Marco Tschirky, Simon Bösch und Nicolas Stäger (von links). (Bild: pd)

NESSLAU. Der Schweizerische Handballverband ehrt jedes Jahr denjenigen Handballclub, der am meisten durch innovative und nachhaltige Handlungen auf sich aufmerksam macht. Der HC Büelen Nesslau hat das siebenköpfige Wahlgremium derart überzeugt, dass er bereits im ersten Wahlgang als eindeutiger Sieger hervorging und somit den mit einer Prämie von 5000 Franken dotierten Swiss-Handball-Vereins-Award abholen durfte.

In dem allen Handballclubs zugesandten Bewerbungsflyer wurde gefordert, eine Power-Point-Präsentation einzureichen, in der aufgezeigt wird, wie neue Mitglieder geworben werden, was diesen geboten wird, um sie längerfristig halten zu können, und wie sich der Verein in der Region präsentiert. Der Inhalt der Bewerbung wurde vor allem auf Nachhaltigkeit und Übertragbarkeit auf andere Vereine bewertet.

Bis zum Clubhandball

Ein erster wichtiger Trumpf ist die Quelle Schulsport. Das OZ Büelen Nesslau bietet nebst vielen andern Freifächern auch freiwilligen Schulsport an. Die Schülerinnen und Schüler können sich für Volleyball oder Handball einschreiben und sich bei Heinz Schmuki und Peter Ruf im gewählten Sport schulen lassen. Da im Handball im Gegensatz zum Volleyball keine Schulwettkampfgelegenheiten bestehen, werden die Wettkampfwilligen motiviert, dem Handballclub Büelen Nesslau beizutreten. So kommt der vor zwei Jahren neu gegründete Verein jedes Jahr zu rund einem Dutzend Neumitgliedern. Und die Nachhaltigkeit ist gewährleistet, denn für den im Sommer in Pension gehenden Peter Ruf wird Claudio Brufani, selbst Handballer und Trainer, übernehmen – ein Glücksfall für die Handballszene im oberen Toggenburg.

Attraktive Angebote

Die Jugendlichen fühlen sich im HCBN aus verschiedenen Gründen äusserst wohl. Einerseits ist es wertvoll, mit Kameraden aus der gleichen Schule an rund 20 Samstagnachmittagen in der eigenen Halle oder auswärts gegen Gleichaltrige aus der ganzen Ostschweiz Handball zu spielen und den Teamspirit zu spüren. Anderseits freuen sich alle von Beginn weg auf das grosse Highlight, welches Jahr für Jahr an Ostern stattfindet. Dann reist der Verein traditionsgemäss mit mehreren Mannschaften für eine knappe Woche an ein internationales Osterturnier. Die Junioren sind gespannt, wohin es nach Spanien, Deutschland und Dänemark nächstes Jahr gehen wird. Ausserdem finden Trainingslager und andere Teamanlässe statt, welche für die Jugendlichen attraktiv sind.

Junger Vorstand

Aussergewöhnlich und bei den Würdigungskriterien ein wichtiger Faktor war auch die Entwicklung und Strukturierung des Vereinsvorstandes. Gründungspräsident Peter Ruf hat nämlich die ganze Verantwortung in die Hände seiner jungen Handballer gelegt. So liegt das Durchschnittsalter gerade mal bei knapp 18 Jahren. Ruf begleitet den Vorstand lediglich noch als Beisitzer, um seine grosse Erfahrung wenn nötig einfliessen zu lassen. Näheres dazu erscheint demnächst in einem Bericht über die kürzlich abgehaltene Hauptversammlung.

Galaabend in Baden

Vor einer Woche fand in der Trafohalle Baden die feierliche Swiss Handball Awards Night 2015 statt, an der die Awards an die besten Trainer und Spieler der Schweiz, die besten Teams, Torschützen, Schiedsrichter und eben den Verein des Jahres 2015 verliehen wurden. Dass diese ausserordentliche Ehre einem kleinen Verein aus dem Toggenburg zuteil wurde, macht alle Beteiligten sehr stolz und spornt zu weiteren grossen Taten an. Bei der Preisverleihung auf der Bühne befragte Sportmoderator Paddy Kälin den alten Präsidenten Peter Ruf wie auch seinen Nachfolger Marco Tschirky zur Entwicklung im Verein, und der Präsident des Schweizerischen Handballverbandes überreichte den Check mit dem stolzen Preisgeld von 5 000 Franken. Nicht schlecht, wenn Handballvereine wie Kadetten Schaffhausen oder Pfadi Winterthur in einem Zug mit dem HCBN genannt werden – das Toggenburg freut sich auf weitere Erfolge des jungen Vereins. (pd)