Grossartig ist die Aussicht

11 000 Kilometer. 4 Monate. 13 Kilo Gepäck. Das sind die Eckdaten der «Tour dur d'Schwiiz», die Reto Fehr diesen Sommer unternommen hat. Mit dem Velo fuhr er durch alle 2324 Gemeinden der Schweiz.

Serge Hediger
Drucken
Teilen
«Tour dur d'Schwiiz»-Bestreiter Reto Fehr aus Zürich auf der Wasserfluh. Anfang Woche stieg er vom Rad. (Bild: pd)

«Tour dur d'Schwiiz»-Bestreiter Reto Fehr aus Zürich auf der Wasserfluh. Anfang Woche stieg er vom Rad. (Bild: pd)

Herr Fehr, wie fanden Sie auf Ihrer «Tour dur d'Schwiiz» ins Toggenburg?

Reto Fehr: Ich kam am 30. Juli von Grabs her ins Toggenburg, fuhr dann bis Lütisburg, über die Wasserfluh ins Neckertal und bis Urnäsch. Am 31. Juli ging es dann über den Hemberg zurück nach Wattwil und über die alte Rickenstrasse nach Gommiswald. Bazenheid, Kirchberg, Lütisburg, Mosnang und Bütschwil machte ich zwei Tage später, als ich von Au aus über Wil nach St. Gallen radelte.

Wo hat es Ihnen

besonders gefallen?

Fehr: Herzig ist das Altstädtli von Lichtensteig, grossartig die Aussicht vom Hemberg und immer wieder schön die Holzbrücke von Lütisburg. Allgemein bin ich gerne in den Bergen.

Die Churfirsten, den Säntis von Unterwasser aus oder den Speer kenne ich ziemlich gut. Da war ich auch schon wandern oder mit dem Bike unterwegs.

Und wo gefiel es Ihnen weniger?

Fehr: Das kann ich so nicht sagen. Schade war einfach allgemein, dass das Wetter nicht ganz mitspielte.

Welche Erinnerungen

bleiben noch?

Fehr: Sehr gefreut hat mich der Empfang in Ebnat-Kappel. Ab dort begleitete mich die Mutter eines Arbeitskollegen ein Stück weit. Das war sehr unterhaltsam – wir haben so viel geredet, dass wir das Foto bei der ehemaligen Weltcup-Piste verpassten. Es waren während der Tour immer diese Momente, in welchen ich fremde Leute traf und wir einfach ein Stück zusammen fuhren, die mir immer sehr positiv in Erinnerung bleiben werden.

Von Wil nach Wildhaus steigt die Strecke an, auch sonst muss man über einen Pass, wenn man das Tal verlassen will (Ricken, Wasserfluh, Hulftegg). Schwere Beine?

Fehr: Nie. Ich fuhr gemütlich und übersäuerte so die Muskeln nicht. Zudem war ich bestens vorbereitet. Ich sagte mir vor jedem Anstieg: Du hast 1600 Höhenmeter am Stück auf die Bernina und 1200 Höhenmeter in 13 Kilometern auf die Alpe di Neggia am Lago Maggiore geschafft, dann fährst du auch auf die Wasserfluh oder den Ricken.

Welche der Toggenburger

Gemeinden würden Sie eventuell noch einmal besuchen? Mit dem Velo oder zu Fuss?

Fehr: Ich werde sicherlich wieder für Wanderungen ins Toggenburg kommen. Die sieben Churfirsten an einem Tag abwandern – das wär's mal. Oder auch mit dem Velo rüber nach Amden soll schön sein. Das werde ich gerne mal machen.