Grimms Märchenwelt zum Thema gemacht

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Die Vielfalt der Grimm’schen Märchen verbindet und macht neugierig. (Bild: PD)

Die Vielfalt der Grimm’schen Märchen verbindet und macht neugierig. (Bild: PD)

Heiden Ein Sommergenerationenprojekt im Betreuungszentrum Heiden mit den Basisstufen aus Heiden: Das Motto Märchen verbindet Jung und Alt. Es waren einmal über fünfzig Kinder der Basisstufen Bissau, die während der Sommerwochen sechsmal ins Betreuungszentrum Heiden kamen. Am Märchenprojekt, welches wöchentlich in der Aktivierungstherapie des Hauses stattfand, nahmen neben immer wieder anderen etwa zehn Kindern jeweils ungefähr elf Bewohnerinnen und Bewohner teil. ­Gemeinsam wurde gerätselt, diskutiert, überlegt, gesungen, Geschicklichkeit trainiert oder einfach in eine Geschichte eingetaucht, um Erinnerungen zu wecken und auszutauschen. Organisiert wurden diese märchenhaften Treffen von Dominique Furrer und Annina Frey vom BZH und Karin Weber, Lehrerin in den Basisstufen Bissau.

Beim ersten Märchen wurde fleissig zusammen musiziert, wie es eben bei den «Bremer Stadtmusikanten» üblich ist. Bei «Schneewittchen» war Mut gefragt: Trauen sich Bewohner und Schüler, in einen roten oder grünen Apfelschnitz zu beissen, oder könnte er vielleicht vergiftet sein? Bei «Dornröschen» wurde das uralte Spinnrad vor Ort genauer unter die Lupe genommen. Die ältere Generation konnte der jüngeren genau erklären, wie man so ein «Dingsda» bedient und was daraus entsteht. «Hans im Glück» forderte viel Kreativität und Spiellust. Gemeinsam wurden Glückssteine gefertigt oder gegenseitige Glückwünsche mit auf den Weg gegeben – sei es eine gesunde Familie, mit Lego spielen zu können, Zufriedenheit oder eine Glücksmünze zu finden. Der kulinarisch-musische Abschluss erfolgte mit «Rotkäppchen». Mit Cupcakes und Sirupwein, welche Rotkäppchen in ihrem Korb mitgebracht hatte, liessen die Kinder und die Bewohner und Bewohnerinnen das Generationenmärchenprojekt ausklingen.

Die gemeinsame Bearbeitung und das Erleben der Grimm-Geschichten war eine sichtliche Bereicherung für Jung und Alt – und wie man so schön sagt, wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute. (pd)