Grenzerfahrungen unter der Nebelgrenze

Die Ausserrhoder Kindergartenlehrkräfte setzten sich an ihrer Stufenkonferenz mit den verschiedenen Aspekten des Themas Grenzen auseinander.

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LUTZENBERG. Wie jedes Jahr trafen sich die Kindergartenlehrkräfte zur kantonalen Stufenkonferenz. Diesmal fand das Treffen in Lutzenberg zum Thema Grenzen statt. Petra Betschart, Co-Präsidentin der Stufenkonferenz AR, begrüsste die Kindergärtnerinnen und -gärtner des Kantons Appenzell Ausserrhoden zur Stufenkonferenz. Vroni Koch überbrachte aus dem LAR Grüsse und machte auf das 100-Jahr-Jubiläum im nächsten Jahr aufmerksam.

Neue Gesichter im Vorstand

Für das kommende Schuljahr aus dem Vorstand zurückgetreten sind Petra Heim (Teufen), Simone Schmidli (Teufen), Petra Betschart (Herisau) und Vroni Koch (Heiden). Für die Zurücktretenden wurden Ruth Freund (Wald), Stefanie Müller (Herisau) und Christina Brugger-Stoob (Teufen) gewählt. Die Zuständigkeiten für die einzelnen Ämter wird der Vorstand unter sich ausmachen.

Informationen vom Kanton

Walter Klauser teilte die aktuellen Schwerpunkte aus dem Bildungsdepartement mit. Es wird weiterhin angestrebt, dass die Anstellungsbedingungen und der Berufsauftrag der Kindergartenlehrpersonen dem der Unterstufenlehrpersonen gleichgestellt werden. Weiter soll es allen Gemeinden des Kantons Appenzell Ausserrhoden offen stehen, Schulmodelle wie Basisstufe oder Altersdurchmischtes Lernen umzusetzen. Als letzter Schwerpunkt wird die flächendeckende Früherfassung der Kinder schon im Kindergartenalter angestrebt.

Das Ganze sehen

Anhand des Bilderbuches «Sieben blinde Mäuse» zeigte die Referentin Eva Zoller auf, wie unterschiedlich Wahrnehmungen sein können. Die sieben Mäuse betasten einen Elefanten an verschiedenen Körperstellen, und jede Maus hat ihre eigene Idee, was das Erfühlte sein könnte. Die siebte Maus realisiert als Einzige, dass alle Wahrnehmungen der sechs Mäuse zusammen einen Elefanten ergeben. Die Mäusemoral: «Wissen in Teilen macht eine schöne Geschichte, aber Weisheit entsteht, wenn wir das Ganze sehen.»

Am Nachmittag teilten sich die Kindergartenlehrpersonen in drei Gruppen auf. Eine Gruppe erforschte ihre Grenzen in der Kletterhalle, eine zweite vertiefte das Thema zusammen mit Eva Zoller. Die letzte Gruppe bekam eine Führung von Klienten des Rehabilitationszentrums Lutzenberg.

Elisabeth Grüter, Kathrin Wenk

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