Grandioses Finale

Das Jubiläumsjahr von «il mosaico» und der Kanti-Big-Band Wattwil fand am Sonntag mit dem grossen Jubiläumskonzert seinen Höhepunkt. Als Gäste traten Mädir Eugster und Marc Sway auf.

Urs M. Hemm
Merken
Drucken
Teilen
Die Leiter der verschiedenen Orchester werden am Schluss des Konzerts mit Blumen und Reisegutscheinen – zur Erholung – beschenkt. (Bilder: Urs M. Hemm)

Die Leiter der verschiedenen Orchester werden am Schluss des Konzerts mit Blumen und Reisegutscheinen – zur Erholung – beschenkt. (Bilder: Urs M. Hemm)

WATTWIL. Es war gewaltig, was die Organisatoren des Jubiläumskonzerts von «il mosaico» und der Kanti-Big-Band Wattwil für die Aufführungen von Samstag und Sonntag in der evangelischen Kirche Wattwil auf die Beine gestellt haben. Rund 200 Musikerinnen und Musiker – aktive und ehemalige – der beiden Formationen hielten, was das Programmheft versprach: ein Feuerwerk der Stile, Klänge und Rhythmen. Rund drei Stunden dauerte das Konzert in der von Besuchern brechend vollen Kirche, unter denen sich unter anderem auch Regierungsrat Martin Klöti, Vorsteher des Departements des Innern, befand.

Bach und Sanddorn

Den Anfang machte «il mosaico» unter der Leitung von Hermann Ostendarp. In mit Ehemaligen verstärkter Besetzung spielten sie die Ouverture von Georg Friedrich Händels «Music for the Royal Fireworks» gefolgt von Vivaldis Konzert in h-Moll für vier Violinen, Violoncello und Orchester. Dabei bewiesen die fünf Solisten Jonas Moosmann, Fabienne Früh, Bomi Song und Sarah Heinz an der Violine wie auch Carmen Haas am Violoncello, auf welch hohem Niveau «il mosaico» spielt.

Als Höhepunkt des ersten Konzertteils zeigte Mädir «Rigolo» Eugster zu Bachs «Air» seine Sanddorn-Balance. Die mehrfach preisgekrönte Performance, bei der er Sanddorn in akrobatischer Art und Weise und unglaublichem Feingefühl ausbalanciert, versetzte die Besucher gleichsam in Staunen und Begeisterung. Mit dem Orientalischen Marsch, Aladdins Traum, dem Tanz der Gefangenen und dem Tanz der Afrikaner aus «Aladdins Suite» von Carl Nielsen kam es zu einem kontrastreichen Abschluss. Unterstützt wurde das Orchester dabei von cantacanti, dem Chor der Kantonsschule.

Stil- und Rhythmuswechsel

Dann übernahmen Martin Winiger und seine Kanti-Big- Band die Bühne. Sie eröffneten ihren Part mit «Brooklyn High» von Nelson Faria. Zu Oliver Nelsons «Miss Fine» erhielten sie Unterstützung von Wilfrid Stillhard an der Querflöte, der unter anderem das Kanti-Flötenensemble Flaucanto leitet. Danach folgten «Birdland» von Joe Zawinful sowie Sergio Mendes' «Mas que nada». Sodann betrat der zweite Gast des Abends die Bühne – Marc Sway, der seinen Charthit «Severina» zum besten gab. Zum nächsten Stück soll laut Moderatorin Claudia Dischl Martin Winiger vor diesem Konzert in etwa gesagt haben: «Es ist die leiseste je geschriebene Big-Band- Komposition in der grössten Besetzung, die wohl je dieses Stück gespielt hat.» Die Rede war von «Walkin' Tiptoe», geschrieben von Bert Joris. Für «Hanky Panky» von Bob Mintzer konnte Martin Winiger einmal mehr in seinen reichen Fundus erfolgreicher ehemaliger Bandmitglieder zurückgreifen. Für den Solopart konnte er den mehrfachen Preisträger Matthias Tschopp am Tenorsax gewinnen. Nach «Georgia on my mind» sang Marc Sway seine Hits «Non, non, non» und «Foolishly in love». Als Zugabe performte er schliesslich «I can see the world», der die Fussballfans in der Schweiz als offizieller Song durch die Weltmeisterschaften 2014 in Brasilien begleitete.

Nach diesem grossen Finale war es an der Zeit, Danke zu sagen. So wurden die drei musikalischen Leiter Hermann Ostendarp, Wilfrid Stillhard sowie Martin Winiger von den Mitgliedern ihrer Formationen mit Blumen und Gutscheinen beschenkt.

Hermann Ostendarp verzauberte mit «il mosaico» das Publikum.

Hermann Ostendarp verzauberte mit «il mosaico» das Publikum.

Sänger Marc Sway wurde seinem Ruf als Entertainer vollauf gerecht.

Sänger Marc Sway wurde seinem Ruf als Entertainer vollauf gerecht.

Die Big Band Kanti Wattwil unter der Leitung von Martin Winiger.

Die Big Band Kanti Wattwil unter der Leitung von Martin Winiger.

Präzision und Gefühl: Mädir Eugster bei seiner Sanddorn-Balance.

Präzision und Gefühl: Mädir Eugster bei seiner Sanddorn-Balance.