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«Gossau ist perfekt für das Nosjf»

In gut zwei Wochen gilt es ernst: Vom 1. bis am 3. Juli findet in Gossau das Nordostschweizerische Jodlerfest statt. OK-Präsident Peter Boppart ist voller Vorfreude. Dank seines Teams werde er den Anlass auch selber geniessen können.
Johannes Wey
Gossau soll Anfang Juli die Ostschweizer Hauptstadt des Brauchtums werden, wie es Wattwil 2013 war. (Bild: Benjamin Manser)

Gossau soll Anfang Juli die Ostschweizer Hauptstadt des Brauchtums werden, wie es Wattwil 2013 war. (Bild: Benjamin Manser)

Herr Boppart, Sie arbeiten seit fast drei Jahren auf das Nordostschweizerische Jodlerfest (Nosjf) hin. Ist die Vorfreude noch da oder werden Sie froh sein, wenn es vorbei ist?

Peter Boppart: Ich freue mich unglaublich auf dieses Fest. Das ganze Team freut sich und diese Freude wächst täglich. Natürlich gibt es auch eine Anspannung, die ebenfalls wächst, aber alles andere wäre ja ungewöhnlich. Gegen das Ende hin ist man täglich mit dem Jodlerfest beschäftigt. Es ist eine intensive Zeit – aber eine gute.

Welchen Bezug haben Sie zum Jodeln?

Boppart: Ich bin ein bodenständiger Typ. Ich half früher beim Öberefahre, meine Mutter ist eine Appenzellerin. Ich höre unglaublich gern Naturjodel, das fährt ein, ist etwas vom Schönsten, das es gibt. Und wer lauscht denn nicht hin, wenn in den Bergen ein Alphorn spielt? Wenn man in dieser Region zu Hause ist, ist das Brauchtum ein Teil von einem – also von mir auf jeden Fall.

Wie sind Sie zur Aufgabe als OK-Präsident gekommen?

Boppart: Offenbar war man überzeugt, dass ich das stemmen kann und über das nötige Netzwerk verfüge. Natürlich musste ich mir das gut überlegen, ich wusste ja, dass diese Aufgabe zu Lasten der Freizeit geht. Ich bin aber froh, dass ich diese spannende Aufgabe angenommen habe. Ich durfte viele gute, neue Leute kennenlernen. Unter anderem deswegen ist die Arbeit eine Bereicherung.

Für das Nosjf braucht es Hunderte Helfer. Wie findet man die?

Boppart: Alleine für das OK stehen rund 800 Helferinnen und Helfer im Einsatz. In dieser Zahl nicht mitgerechnet sind die unzähligen Helfer in der Gastronomie. Bei der Suche hat sich jeder Beteiligte in seinem Umfeld umgesehen, zudem haben wir die Vereine der Region angefragt. Einen Engpass mussten wir nie befürchten.

Zum Nosjf erwarten Sie rund 50 000 Gäste. Gibt es in Gossau überhaupt Platz dafür?

Boppart: Gossau ist für solch einen Anlass ausgezeichnet geeignet. Die Verkehrsanbindung ist in alle Richtungen bestens, es gibt eine super Infrastruktur mit Hallen, mit der Bundwiese eine freie Fläche und eine Markthalle mitten in der Stadt und alles ist zu Fuss zu erreichen. Besser kann man es für solch einen Anlass eigentlich gar nicht treffen. Und was man auch erwähnen darf: Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung lief hervorragend. Gossau ist eine perfekte Standortgemeinde.

An einem Grossanlass mit seinen Einschränkungen dürften aber nicht alle Anwohner und Gewerbler Freude haben.

Boppart: Im Grossen und Ganzen ist die Stimmung gut. Wir versuchen selbstverständlich, das Gespräch zu suchen, sollte es ein Problem geben. Ich glaube, wir sind mit unserem Anlass auch beim Gewerbe und der Industrie sehr gut angekommen. Dort hat man gespürt, dass wir das örtliche Gewerbe wo immer möglich eingebunden haben.

Welchen Moment darf man als Besucher am Nosjf nicht verpassen?

Boppart: Das Fest, die Atmosphäre. Das ist etwas unglaubliches. Wenn ein ganzes Festzelt einen Jodel anstimmt, gibt es Hühnerhaut. Diese Atmosphäre ist einmalig, die muss man aufsaugen.

Was wird Ihr persönlicher Höhepunkt?

Boppart: Ich werde vermutlich von einem Highlight zum nächsten pilgern. Ich kann gar nicht alles ansehen, was für mich ein Highlight wäre. Natürlich will ich viele Vorträge sehen, aber genauso die Leute in den Festbeizen treffen. Mein persönlicher Höhepunkt wird wohl das Feierabendbier mit dem OK sein. Dann können wir uns treffen, den Anlass sacken lassen, anstossen und uns hoffentlich über das gelungene Jodlerfest freuen.

Vorträge schauen, Festbeizen besuchen – bleibt Ihnen als OK-Präsident während des Fests überhaupt Zeit dafür?

Boppart: Selbstverständlich. Ich habe äusserst gute Mitarbeiter, die anpacken und zu denen ich Vertrauen habe. Wir alle sind vorbereitet. Das wäre ja verrückt, wenn wir uns diese Zeit nicht nehmen könnten. Dazu finden sicher alle Gelegenheit.

Peter Boppart OK-Präsident Nordostschweizerisches Jodlerfest Gossau (Bild: Johannes Wey)

Peter Boppart OK-Präsident Nordostschweizerisches Jodlerfest Gossau (Bild: Johannes Wey)

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