GONTEN: Gonten in Musikerhand

Bei «Gonten da isch Musig» sind am Wochenende zwei Nachwuchstalente ausgezeichnet worden. Das Gesamtprogramm wurde ausgedehnt, der Publikumsaufmarsch war magerer als auch schon.

Roger Fuchs
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Der bekannte Komponist und Bandleader Max Lässer (vorne mit Gitarre) spielt mit seinem Überlandorchester in Gonten. (Bild: Roger Fuchs)

Der bekannte Komponist und Bandleader Max Lässer (vorne mit Gitarre) spielt mit seinem Überlandorchester in Gonten. (Bild: Roger Fuchs)

GONTEN. «Gonten da isch Musig» ist kein gewöhnliches Musikfest. Mit dem Programm will man ein Publikum anlocken, das die Schweizer Volksmusik liebt und gleichzeitig bereit ist, zusammen mit den Musizierenden Grenzen zu überschreiten. So wie dies beispielsweise Komponist und Bandleader Max Lässer und sein Überlandorchester tun. «Sie spielen Volksmusik aus verschiedenen Regionen der Schweiz und reichern diese mit Jazz und Blues an», sagt Martin Manser, OK-Präsident des Anlasses. Am Freitagabend standen Lässer und sein Orchester in Gonten auf der Bühne, am Samstag trat das Engelchörli auf. Verteilt auf beide Abende waren rund 400 Gäste zugegen, 85 Prozent davon Auswärtige. Der Publikumsaufmarsch war demnach kleiner als in den Vorjahren. «Sicher hat dies damit zu tun, dass unser Musikanlass ein Nischenprodukt ist», so Manser. Es sei heutzutage aber auch enorm schwierig, Publikum anzulocken.

Jodelkurs und Ehrung von Nachwuchstalenten

Zusätzlich zu den Konzertabenden konnten Interessierte am Samstagnachmittag im Roothuus Gonten zusammen mit Walter Frick aus Urnäsch einen Naturjodel einstudieren. Was zaghaft begann, entwickelte sich schnell zu einem harmonischen Mehrklang und schliesslich zu einem schönen Rugguserli. Neu eingeführt wurde am Sonntagmorgen eine Matinee. Aufgetreten ist dabei der junge Hackbrettsolist Joshua Broger aus Trogen. 2014 durfte er bei «Gonten da isch Musig» einen Förderpreis entgegennehmen.

Auch heuer wurde dieser von der Stiftung «Gehresbisches für Appenzeller Musik» ermöglichte Preis verliehen – und dies gleich an zwei Nachwuchskünstler: den 16jährigen Severin Rusch aus Gonten und den 11jährigen Andrin Dobler aus Weissbad. Dobler gewann letztes Jahr den Final am Schweizer Jugendmusikwettbewerb, Rusch siegte in diesem Frühjahr am schweizerischen Drummer- und Percussionisten-Wettbewerb. Gemäss Stiftungspräsident Bernhard Tschan ist der Förderpreis als Unterstützung für den weiteren musikalischen Weg gedacht.