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GONTEN: Eintritt nur im Dresscode

Die Appenzeller Ziegenprodukte AG lud kürzlich zu einem Tag der offenen Tür. Zu bestaunen gab es dabei einiges.
Benno Gämperle
Firmenchef Mathias Koch (rechts im Bild) erklärt den Gästen die neue Ziegen-Frischkäse-Produktionsanlage. (Bild: GÄ)

Firmenchef Mathias Koch (rechts im Bild) erklärt den Gästen die neue Ziegen-Frischkäse-Produktionsanlage. (Bild: GÄ)

Benno Gämperle

redaktion@appenzellerzeitung.ch

Ohne Partnerlook gab’s keinen Einlass in die Produktionsräume: Blaue Plastiküberzieher bedeckten aller Gäste Schuhe, das weisse Haarnetz die Frisuren. Dann noch den dünnen Schutzmantel überstreifen – nur so, quasi in Chirurgen-Manier, durften Männer, Frauen und Kinder die Produktionsräume der Appenzeller Ziegenprodukte AG in Gonten betreten. Vorbei an Milchannahme, Pasteur, Abfüllanlage und Käsewannen, erhielten die Gäste am vergangenen Tag der offenen Türe eine Ahnung von der sterilen Atmosphäre, die in diesen Räumen täglich herrscht. «Die enorm hohen hygienischen Anforderungen, insbesondere an die Produktion von Ziegen-Frischkäse, haben uns letztendlich bewogen, den Betrieb stark zu erweitern und auszubauen», erklärte Firmeninhaber Mathias Koch. Die neue Anlage zur Produktion des Ziegen-Frischkäses sei, so Koch weiter, quasi ein Prototyp, gebaut nach seiner eigenen Idee und massgeschneidert an die Bedürfnisse des Betriebes. Der Firmenrundgang sparte keine Abteilung aus, auch wenn den Gästen aus hygienischen Gründen das Betreten des Käse-Reifungsraums und des Kühlraums verwehrt geblieben war. Fotos an den jeweiligen Türen illustrierten das Innere dieser Schatztruhen und ergänzten so die Infotexte auf dem Rundgang. Neu war der Werbefilm über den Betrieb – er feierte am Tag der offenen Tür Premiere und gab vertieft Einblicke in Geschichte, Entstehung und Herstellung eines Nischenprodukts. Vom Geschmack der hauseigenen Ziegenprodukte konnten sich die Besucherinnen und Besucher an Ort und Stelle überzeugen. Die Degu-Theke war denn auch einer der meist frequentierten Bereiche; von der Festbeiz mit Musik ganz zu schweigen. Hüpfburg und Streichelzoo mit Gitzis und Welpen der beiden bekanntesten Appenzeller Tierarten waren bei den kleinsten Gästen fast ebenso hoch im Kurs wie der Stand mit den hausgemachten Glacéspezialitäten aus pasteurisierter Ziegenmolke, welche Grosspapa und Grossmama Albert und Vreni Koch bereithielten. Apropos Molke: Grosse Beachtung fanden nebst Milch und Käse auch die Ziegenmolken-Produkte der Marke «Albert Koch Switzerland», die «Appenzeller Grand Cru Truffes» sowie die Kosmetika der Marke «Ledibelle», die an diesem Tag ebenfalls Werbung in eigener Sache machten.

Eine 44-jährige Erfolgsgeschichte

Albert und Vreni Koch-Peterer waren es, welche 1974 mit dem Vermarkten von Ziegenprodukten begonnen haben. Fast von Anfang an standen Koch’sche Ziegenprodukte – Pastmilch und Weichkäse – in den Regalen der Ostschweizer Migros-Filialen, bald darauf auch in jenen der Genossenschaft Migros Zürich. Ein weiterer Meilenstein folgte im Jahr 2000, als Mathias Koch den Betrieb von seinen Eltern übernahm. Bei Coop waren Appenzeller Ziegenprodukte erstmals 2005 erhältlich, kurze Zeit später unter dem Label «ProSpecieRara», mit dem Coop gezielt gefährdete Rassen unterstützen will; dazu zählt auch die Appenzeller Ziege.

Die Firma heisst seit 2009 Appenzeller Ziegenprodukte AG. 2011 nahm Mathias Koch den Neubau seiner Käserei an der Jakobsbadstrasse in Betrieb. «Infolge Platzmangel am alten Standort konnten wir unser Sortiment nicht erweitern», erinnerte sich Koch an den Entscheid, der zum Neubau führte. Auch hätten die hygienischen Bedingungen nicht mehr den hohen Anforderungen entsprochen. Im neuen Betrieb wurde zudem die erste Schaukäserei Innerrhodens eröffnet, sie war gleichzeitig die erste Schaukäserei der Schweiz für Ziegenprodukte. «Am neuen Standort konnten wir nach 2011 unser Sortiment erweitern und die betrieblichen Abläufe optimieren», so der Firmenchef weiter. Dies sowie die steigende Nachfrage nach Appenzeller Ziegenprodukten sprengte jedoch schon bald die Kapazität der Produktionsräume: Nur sechs Jahre nach dem Neubau erfolgte der Spatentisch des Erweiterungsbaus, der im ersten Quartal 2018 nun sukzessive in Betrieb geht.

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