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Gondelbahn entschärft Nadelöhr

UNTERWASSER. Die Toggenburg Bergbahnen AG baut in diesem Sommer eine Gondelbahn vom Espel über das Stöfeli auf den Chäserrugg. Mit dieser Investition sollen die Wartezeiten für Wintersportler massiv verkleinert werden.
Sabine Schmid
Im Stöfeli wird die Mittelstation für die neue Gondelbahn vom Espel auf den Rücken des Chäserruggs gebaut. (Bild: pd)

Im Stöfeli wird die Mittelstation für die neue Gondelbahn vom Espel auf den Rücken des Chäserruggs gebaut. (Bild: pd)

In den vergangenen Wintern war es an schönen Tagen ein Geduldspiel, auf den Chäserrugg zu gelangen. Die Bahn transportierte pro Fahrt 80 Gäste, die Warteschlange im Gang war entsprechend lang. Damit soll ab kommender Wintersaison Schluss sein: Die Toggenburg Bergbahnen AG baut derzeit eine neue Gondelbahn vom Espel auf den Chäserrugg. «Diese soll zum einen das Nadelöhr Iltios beseitigen. Zum anderen möchten wir so eine harmonischere Verteilung der Gäste im Gebiet erreichen», sagt Verwaltungsratspräsidentin Mélanie Eppenberger.

Gondelbahn mit Mittelstation

Ein Blick auf die Baustelle zeigt, dass der bisherige Skilift Stöfeli bereits zurückgebaut wurde. Die Bauarbeiten für die Talstation im Espel, für die Mittelstation im Stöfeli und für die Bergstation auf dem Rücken des Chäserruggs laufen auf Hochtouren. «Parallel auf drei Baustellen zu arbeiten, erfordert viel Koordination», sagt Mélanie Eppenberger. Doch dies sei notwendig, denn die Bahn soll bereits auf die kommende Wintersaison ihren Betrieb aufnehmen.

Die Toggenburg Bergbahnen AG hat sich bewusst für eine Gondelbahn entschieden. «Eine solche ist umweltverträglicher als eine Sesselbahn», nennt Mélanie Eppenberger einen der Gründe. So bringe eine Gondelbahn weniger Lärmemissionen mit sich. Auch dürfe sie bei Windverhältnissen fahren, bei denen eine Sesselbahn abgestellt werden müsse. Für eine Gondelbahn spreche in diesem Fall auch der höhere Komfort: Die Gäste können vom Espel bis auf den Chäserrugg sitzenbleiben und haben beim Stöfeli die Möglichkeit zum Aus- oder Einsteigen. Bei einer Sesselbahn hätten die Sektionen getrennt werden müssen. Zudem wäre es auf der über zehnminütigen Fahrt unter Umständen kalt geworden. Nicht unwesentlich für den Entscheid sei auch gewesen, dass eine Gondelbahn mehr Sicherheit mit sich bringe. Die Toggenburg Bergbahnen AG rechnet damit, dass die Wintersportler eher diese Bahn und den Skilift nutzen, um auf den Chäserrugg zu gelangen. So bleiben mehr Raum und Komfort in der Luftseilbahn für die Ski-unabhängigen Gäste.

An die Umgebung angepasst

Für den Bau der drei Stationsgebäude arbeitet die Bahnunternehmung wiederum mit einheimischen Handwerkern und dem Architektenbüro Herzog & de Meuron zusammen. Die Erfahrungen vom Bau des Gipfelrestaurants seien gut gewesen, begründet Mélanie Eppenberger. Sie sieht einen weiteren Vorteil: Die Architekten hätten bei der Projektierung hartnäckige und detaillierte Nachfragen gestellt. «Die richtigen Fragen fördern die Qualität», ist Mélanie Eppenberger überzeugt. Das Resultat sei eine Anlage, die an die Umgebung angepasst sei. «Ästhetische Ansprüche und rücksichtsvoller Umgang mit der Natur gehören zu den Grundpfeilern der Strategie der Toggenburg Bergbahnen AG», sagt Mélanie Eppenberger.

Gesunde Kapitalstruktur

Finanziert wird die Bahn durch eigene Mittel und Fremdkapital. Dies sei möglich, weil die Unternehmung eine starke und gesunde Kapitalstruktur aufweise. «Zudem konnte der Bau des Gipfelrestaurants unter dem Kostenvoranschlag abgeschlossen werden», sagt Mélanie Eppenberger.

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