Goldruten sollen in den Gärten bleiben

Goldruten sind in vielen Gärten anzutreffen. Sie können jedoch die angestammten Pflanzen verdrängen. Damit sie sich nicht unerwünscht ausbreiten, sind Regeln zu befolgen – die Goldrute gehört etwa nicht ins Grüngut und den Kompost.

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Goldruten sind ein problematischer Farbtupfer im Garten. (Bild: pd)

Goldruten sind ein problematischer Farbtupfer im Garten. (Bild: pd)

AUSSERRHODEN. Die kanadische und die spätblühende Goldrute ist in sehr vielen Gärten als Zierpflanze anzutreffen. Sie Goldruten bringen durch ihre goldenen Blütenstände ab Ende Juli fröhliche Farbtupfer in die Siedlungen. Die aus Nordamerika stammenden Pflanzen können sich an Ort durch unterirdische Ausläufer oder über Entfernungen mittels Samen stark verbreiten. Ausgewilderte Goldruten haben laut einer Medienmitteilung der Ausserrhoder Kantonskanzlei das Potenzial, in extensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen, an Ufern von Gewässern, Bahndämmen und in Kiesgruben die angestammten Pflanzen zu verdrängen und überhandzunehmen.

Zusammen mit weiteren Pflanzenarten, alles invasive Neophyten, werden solche Bestände im Kanton Appenzell Ausserrhoden bekämpft, damit die einheimischen Pflanzengesellschaften erhalten werden können. Die Neophytenequipe des Landwirtschaftsamtes ist immer in den Sommermonaten unterwegs. Wilde Ablagerungen von Grüngut und Gartenabraum sind verboten

Die meisten Standorte von ausgewilderten invasiven Neophyten gehen auf eine unsachgemässe Entsorgung von Grüngut und Gartenabraum zurück. Gelangen Samen oder Teile solcher Pflanzen in die Umwelt, kann sich in kurzer Zeit ein dichter Bestand von unerwünschten Pflanzen entwickeln. Abgeschwemmte Pflanzenteile oder Samen siedeln sich entlang von Gewässern oder Böschungen an.

Goldruten in Gärten

Wer mit Goldruten umgeht, ist gemäss Freisetzungsverordnung verpflichtet, deren Verbreitung zu verhindern. In privaten Gärten ist der Eigentümer oder Mieter dafür verantwortlich. Wer sich nicht trennen kann von seinen Goldrutenpflanzen, muss darauf achten, das Schnittgut fachgerecht zu entsorgen und die Versamung zu verhindern. Nur so kann eine weitere Verbreitung ausgeschlossen werden. Wer seine Goldruten entfernen möchte, soll gemäss der Medienmitteilung bei feuchtem Boden die Triebe mitsamt den Wurzelsprossen wiederholt ausreissen. Nach zwei bis drei Jahren sind sie verschwunden.

Nicht auf Kompost

Das anfallende Pflanzenmaterial gehört nicht in die Grüngutabfuhr oder auf den Kompost, da Samen nachreifen oder Sprossteile wieder austreiben können. Laut der Mitteilung können kleine Mengen dem Kehricht mitgegeben werden, grosse Mengen werden in Vergärungsanlagen geliefert, zur Erzeugung von Biogas. Die Blütenstände müssen vor der Samenreife abgeschnitten werden, damit die Samen nicht in der Umgebung Verbreitung finden. (kk)

Weitere Auskünfte erteilt die Pflanzenschutzstelle Appenzell Ausserrhoden: E-Mail: pflanzenschutz@ar.ch, Telefon vormittags: 071 335 73 13 oder 071 353 67 64