Goldrausch in Ganterschwil

Mehr als 350 Pfaderinnen und Pfader haben am Wochenende Ganterschwil bevölkert und nach Gold gesucht. Anlass dafür war der Pfaditag des Kantonalverbands, der dem Motto gemäss in einer Westernstadt namens Winslow stattfand.

Larissa Flammer
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GANTERSCHWIL. Jungen und Mädchen zwischen zehn und vierzehn Jahren robbten am Wochenende in der Ganterschwiler Umgebung unter gespannten Seilen hindurch, warfen Lassos und liessen sich zum Goldschürfer ausbilden. Denn in der Westernstadt Winslow stieg Rauch aus der Erde. Und dies lockte die Pfadis an, die in einem grossen Postenlauf gegeneinander antraten und nach Gold suchten. Gold, das sie am Abend auf dem Zeltplatz im Saloon und im Casino ausgeben konnten. Für die Jugendlichen wurde sogar extra eine Sirupbar eröffnet. Was weder in einer Westernstadt noch auf einem Pfadilagerplatz fehlen durfte, waren ein Lagerfeuer und ein Musiker, der die dazu passenden Songs mitbrachte.

Alles hat geklappt

Alle zwei Jahre findet der Pfaditag des Pfadikantonalverbands St. Gallen und der beiden Appenzell statt. Dass sich in diesem Jahr etwas mehr als die Hälfte der 47 Pfadiabteilungen genau in Ganterschwil traf, lag laut Hauptleiterin Karin Bräker v/o Flash am Lagerplatz. «Wir mussten eine grosse Wiese finden, die uns vom Besitzer für eine Nacht zum Übernachten zur Verfügung gestellt wird und zu der eine Zufahrt besteht. In Ganterschwil hat alles geklappt.»

Wissen und Kreativität

Geklappt hat auch der Postenlauf am Samstag. In 50 Gruppen waren die Kinder zwischen den 28 Posten unterwegs, um Punkte zu sammeln und den Wanderpokal zu gewinnen. Gefragt waren dabei nicht nur Geschick oder Geschwindigkeit, sondern auch Wissen aus dem Pfadi-Handbuch oder Kreativität. «So ist für jeden was dabei», ist sich das Organisationskomitee einig.

Da die Pfadis während zweier Tage in Ganterschwil waren und bei einem allfälligen Sturm nicht in ihren Zelten hätten bleiben können, haben die Leiter für eine Notoption in einer Turnhalle gesorgt. Zumindest am Samstag hatten die Pfaderinnen und Pfader allerdings grosses Glück mit dem Wetter. Einige ergriffen sogar die Gelegenheit und setzten sich, anstatt sich mit einem Posten zu befassen, kurzerhand in den Necker.

Essen aus der Turnhalle

Um die nach einer langen und ebenso anstrengenden Goldsuche hungrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu sättigen, haben die Leiter in der Turnhalle Bütschwil eine Küche aufgebaut und das Essen per Autos auf den Lagerplatz geholt. So konnten dann auch einige Bienen- und Mückenstiche einer tollen Nacht auf dem Zeltplatz nichts anhaben.