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GOLDENER BODEN: «Billette sind immer noch das Hauptgeschäft»

Markus Beeler ist seit 1981 bei der SOB. Viel hat sich in diesen 36 Jahren verändert. Seit 2006 leitet der gebürtige Aargauer den Bahnhof Wattwil.
Aufgezeichnet von Ruben Schönenberger
Markus Beeler leitet den Bahnhof Wattwil. (Bild: Ruben Schönenberger)

Markus Beeler leitet den Bahnhof Wattwil. (Bild: Ruben Schönenberger)

Zum ersten Mal in die Ostschweiz kam ich eigentlich zufällig. Aufgewachsen in Unterentfelden, einer Vorortgemeinde von Aarau, absolvierte ich meine Lehre als Betriebsdisponent bei der Wynental- und Suhrentalbahn. Deren Chef kannte jenen der Trogener Bahn gut. Und als Letztere wegen Ausfällen zu wenig Personal hatte, wurde ich quasi ausgeliehen. Die Ostschweiz hat mir so gut gefallen, dass ich 1981 definitiv umgezogen bin.

Den Bahnhof Wattwil leite ich nun seit 2006. Damals standen mit dem Umbau und der Übergabe des Bahnhofs von den SBB zur SOB zwei grosse Projekte bevor, die ich zusammen mit meinem Stellvertreter durchführen durfte. Gerade der Umbau war herausfordernd. Einmal hatten wir ein ganzes Wochenende nur zwei Gleise zur Verfügung. Und das für damals fünf Züge, die jeweils pro Stunde praktisch alle gleichzeitig einfuhren.

Der Bahnhof hat sich aber nicht nur durch den Umbau verändert. Das Bahnreisezentrum, wie wir die SOB-Niederlassung nennen, ist heute viel mehr Dienstleistungsanbieter als reine Verkaufsstelle. Zwar sind Billette immer noch das Hauptgeschäft, die Beratung hat aber stark zugenommen. Aktuell zum Beispiel merken wir stark, dass sich Eltern mit der bald beginnenden Lehre ihrer Kinder befassen. Auch für einfache Fahrplanauskünfte kommen gerade ältere Kundinnen und Kunden noch zu uns an den Schalter.

Als Dienstleistung verstehen wir auch unsere Zusatzgeschäfte, wie zum Beispiel den Geldwechsel. Auch ganze Reisen können bei uns gebucht werden. Zu der Veränderung gehört weiter, dass der Fahrdienst heute zentralisiert in Herisau geschieht. Bis 2009 haben wir das noch von hier gesteuert. Entsprechend ist auch die Anzahl Mitarbeitender gesunken. Heute arbeiten in Wattwil und Nesslau acht Personen. Die beiden Standorte sind zusammen die umsatzstärkste Niederlassung der SOB.

Aufgezeichnet von

Ruben Schönenberger

ruben.schoenenberger@

toggenburgmedien.ch

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