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Goldene Zeiten für Goldschmied

DICKEN. Der Hattrick ist geschafft: Zum mittlerweile dritten Mal wurde der britische Schmuckdesigner und Goldschmied Paul Brent aus Dicken an der renommierten Ausstellung UNIcréa als Gewinner ausgezeichnet.
Nadine Rydzyk
Julia Leijola lässt das Kunstwerk ihres Mannes Paul Brent an ihrem Hals erstrahlen. (Bild: Thomas Geissler)

Julia Leijola lässt das Kunstwerk ihres Mannes Paul Brent an ihrem Hals erstrahlen. (Bild: Thomas Geissler)

Seit mehr als vier Jahren ist Paul Brent nun in der Schweiz. Zunächst in einem eigenen Atelier im Keller seines Hauses in Dicken wirkt er seit Mai letzten Jahres im Goldschmiedegeschäft von Lucas Schweizer in St. Peterzell. Hier hat er seine Werkbank aufgestellt und einen geschäftlichen Partner gefunden, der ihn optimal ergänzt. Zwar bleiben beide für sich selbständige Unternehmer, doch spannen sie räumlich und geschäftlich zusammen und haben damit der «Goldschmiede St. Peterzell» wieder Leben eingehaucht.

Seit rund zehn Jahren arbeitet der Brite als Goldschmied und Schmuckdesigner. Zudem ist er ausgebildeter Diamantenbewerter und hat in dieser Funktion auch bereits Kurse angeboten. In der Goldschmiede St. Peterzell konzentriert er sich nun wieder vermehrt auf das Design und die Herstellung von Schmuckstücken und hat damit Erfolg. Für ihn sind im wahrsten Sinne des Wortes «goldene Zeiten» angebrochen, erfährt er doch grossen Zuspruch für sein Handwerk. Nicht nur der exklusive Laden mitten im Neckertal läuft gut. Seine Arbeit wird auch an Ausstellungen honoriert, wie in diesem November bei der UNIcréa, die heuer im Schloss von La Sarraz stattfand.

Bewertung durch Publikum

An der UNIcréa präsentieren jeweils 100 ausgewählte Künstler ihre Werkstücke aus den verschiedensten Bereichen von der Metallkunst über Glas-, Holz oder Textilarbeiten. Die Teilnahme an der Ausstellung setzt eine Bewerbung voraus, auf die im glücklichen Fall eine Einladung erfolgt. Jedes Jahr gilt es dann ein Wettbewerbsstück zu einem vorgegebenen Thema eigens für die Ausstellung anzufertigen. «Für mich war das eine gute Gelegenheit, einmal etwas ganz anderes zu machen als das, was ich sonst anfertige», erklärt Paul Brent. So reichte er vor zwei Jahren erstmals eine Bewerbung ein, wurde ausgewählt und gewann prompt den Wettbewerb. Als Sieger durfte er in der darauffolgenden Ausgabe der exquisiten Kunstausstellung gleich wieder mitmachen und wurde wiederum auf den ersten Platz gewählt. Das Besondere: Die Plazierung wird nicht durch eine Jury bestimmt, sondern ausschliesslich durch das Ausstellungspublikum.

Nun triumphierte er erneut und zum dritten Mal in Folge. Während Paul Brent in den vergangenen beiden Jahren jeweils einen Ring fertigte, konnte er sich dieses Mal mit einem anderen Schmuckstück, einer Kette, durchsetzen. «Die Kette ist wirklich etwas Besonderes, ein echtes Kunststück sogar, auf das ich sehr stolz bin. Und ich bin sehr glücklich, zum dritten Mal gewonnen zu haben», erklärt der Goldschmied.

Wie ein neues Leben

Und in der Tat – besonders ist die Kette mit dem Namen «Camille» wirklich. Passend zum vorgegebenen Thema «Wie ein neues Leben» hat er sie nicht nur nach dem neugeborenen Kind von Freunden benannt. Die Kette wurde komplett aus Altgold und entsorgten, teilweise kaputten Schmucksteinen gefertigt. Diese wurden neu geschliffen und fanden in der Kette ein neues Leben; eine neue Bestimmung. Das Collier besteht somit restlos aus recyceltem Schmuck. Auch Diamanten aus einem alten Ring seiner Mutter sind darin verarbeitet. «Aus altem Schmuck, beispielsweise Erbstücken, etwas Neues zu machen, was zu dem Geschmack der jetzigen Besitzer passt, ist momentan sehr beliebt und ein Grossteil meiner Arbeit», erklärt er. So lag es nahe, diese Arbeitsweise auch für das Wettbewerbsstück anzuwenden. Ihn selbst hat die einen guten Monat dauernde Arbeit an der Kette zudem besondere Freude gemacht, da er unterschiedlichste Techniken anwendete. «Das war für mich sehr interessant und macht sie auch für den Betrachter spannend», lässt er wissen. Gemeint sind die verschiedensten Facetten, Farben, Schliffe, Fassungen und Texturen sowie eine Fülle von Details, die das Stück so abwechslungsreich machen. Was sich konfus anhört, sieht am Hals einer Frau schliesslich gar nicht mehr durcheinander, sondern nur noch schön aus.

Wer sich selbst davon überzeugen will, kann die Gelegenheit nutzen und vom 27. bis 29. November eine Ausstellung mit Apéro besuchen, welche in der Goldschmiede und im Saal des benachbarten Restaurants Rössli stattfindet. «Mit der Ausstellung will ich auch anderen Künstlern eine Plattform bieten und sie nach St. Peterzell holen. Das ist auch interessanter für die Besucher», erklärt Paul Brent. Neben seinem Schmuck und natürlich der prämierten Kette werden deshalb auch Holzskulpturen der Rapperswiler Motorsägen-Künstlerin Bea Müller Schmassmann und Fotografien von Paul Brents Frau, Julia Leijola, mit Motiven aus der Region zu sehen sein. Sie hat ihren Mann übrigens auch bei der Herstellung der siegreichen Kette mit der Videokamera begleitet. Die Dokumentation der unzähligen interessanten Arbeitsschritte wird in Kürze unter www.paulbrent.ch zu finden sein.

Granat, äthiopischer Opal, Lapis Lazuli, Perlen, Lemoncitrin, Diamanten, australischer Opal, Citrin, Aquamarin und Amethyst. (Bild: pd)

Granat, äthiopischer Opal, Lapis Lazuli, Perlen, Lemoncitrin, Diamanten, australischer Opal, Citrin, Aquamarin und Amethyst. (Bild: pd)

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