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Glühwein ist ein heisser Werbeträger

Morgen öffnet die 70. Olma, die Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung, ihre Tore. Mit dabei sind heuer 41 Aussteller aus dem Appenzellerland, zum fünftenmal auch Daniela Ghirardini aus Oberegg. Sie kommt nicht wegen der Verkäufe, sie sucht das Gespräch.
Timo Züst

OBEREGG/ST. GALLEN. Das weisse Zelt gegenüber dem Haupteingang der Olma, der Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung, beherbergt dieses Jahr die Sonderausstellung «Erlebnis Bauernhof – Gut, gibt's die Schweizer Bauern». Gestern vormittag stand mitten im Zelt ein weinroter Van mit Innerrhoder Kennzeichen, er ist bis unter das Dach mit Produkten des Oberegger Familienbetriebs «Dagi's NaturPur» beladen. Er ist eines der 41 Unternehmen aus dem Appenzellerland, die heuer an der Olma ausstellen (siehe Kasten). Der Wecker von Geschäftsführerin Daniela Ghirardini hat um fünf Uhr morgens geklingelt. Um acht Uhr stehen sie und eine ihrer Töchter, Sarah Köppli, vor dem noch leeren hölzernen Olma-Stand. Bis zum Mittag wollen sie für ihre fünfte Olma bereit sein.

Ins Gespräch kommen

Das Entladen allein verschlingt schon mehr als eine halbe Stunde. Die beiden Frauen wuchten Kiste um Kiste, Harass um Harass aus dem Auto. Die Arbeit geht ohne Missverständnisse vonstatten, man erkennt sofort: Beide sind routinierte Standbetreiberinnen. So findet Daniela Ghirardini auch Zeit, einige Fragen zu beantworten. «Für uns ist die Olma schon sehr wichtig. Der persönliche Kontakt bei solchen Messen und auf dem Märit ist unersetzbar», sagt sie. Natürlich sind ihr auch die Einnahmen aus dem Verkauf des begehrten weissen Holunderblüten-Glühweins oder der diversen Prosecco–Früchtewein-Mischungen willkommen, doch hauptsächlich diene ihr Olma-Stand der Werbung. Daher wohl auch das Banner, das als einer der ersten Arbeitsschritte hinter dem Stand aufgehängt wird.

Routiniertes Improvisieren

Es ist schon das fünfte Olma-Jahr in Folge für Daniela Ghirardini. Da sieht sie den fertigen Stand lange vor dem Aufstellen vor sich, würde manch einer denken. «Weit gefehlt», sagt sie aber. Sarah Köppli, die ihr tüchtig zur Hand geht, stimmt ihrer Mutter zu: «Jedes Jahr ist wieder alles anders. Planen können wir da so gut wie nichts. Wir improvisieren eigentlich immer.» Verantwortlich für diese alljährlichen Veränderungen ist die Geschäftsphilosophie von «Dagi's NaturPur». Sämtliche Produkte werden von Grund auf im Familienbetrieb selbst hergestellt, und die dafür verwendeten Materialien stammen zu 100 Prozent aus dem Appenzellerland. Dieser ideologische Ansatz soll die Qualität sichern, fordert aber auch viel Flexibilität von Daniela Ghirardini. «Unsere Produktepalette wird hauptsächlich von der Natur vorgegeben», sagt sie.

Weniger Besucher im Zelt

Trotz der vielen lobenden Worte, die Daniela Ghirardini über die Olma verliert, ist sie mit der Lage ihres Stands nicht ganz zufrieden. «In dieses Zelt kommen wohl nur rund 50 Prozent der Olma-Besucher», sagt sie. Hauptgrund dafür sei wohl, dass ein Gerücht die Runde mache, wonach das Zelt Extra-Eintrittsgeld koste. Die Gäste besser zu informieren, würde helfen, vermutet sie. Trotzdem freue sie sich auf viele interessante Gespräche. Dieser Meinung sind wohl auch die restlichen 40 Aussteller aus dem Appenzellerland, die sich heuer für einen Stand an der Olma entschieden haben. Das sind drei mehr als noch 2011.

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