Glücksspiel für Kultur und Sport

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Lotteriefonds Das Geld, das vom kantonalen Lotteriefonds an verschiedene Projekte in den Regionen verteilt wird, stammt vom Gewinn der Schweizerischen Landeslotterie. Diese erzielte im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahren einen Gewinn von rund 335,4 Millionen Franken.

Vom Gewinn von 2016 bekommt der Kanton St. Gallen 22,8 Millionen Franken. 20 Prozent davon fliessen in den Sport-Toto-Fonds, mit dem der Kanton Investitionen von Sportvereinen unterstützt. Die übrigen 80 Prozent werden dem Lotteriefonds zugewiesen. Daraus gibt der Kanton finanzielle Unterstützung an gemeinnützige Vorhaben, vorab in der Kultur, aber auch in den Bereichen Soziales, Bildung, Gesundheit, Natur, Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit. Zudem sind im Jahr 2017 rund 12,4 Millionen Franken für Jahresbeiträge an Kulturinvestitionen ausgegeben worden. Zweimal im Jahr entscheidet der Kantonsrat auf Antrag der Regierung, welche Einzelvorhaben mit welchem Betrag unterstützt werden können.

In der Novembersession, die in der kommenden Woche stattfindet, stehen 44 Projekte zur Debatte, dazu 17 Beiträge unter dem Titel Denkmalpflege. In der ersten Tranche dieses Jahres wurden 63 von 128 eingereichten Gesuchen mit total 4,67 Millionen Franken unterstützt. Wie die Regierung in der Botschaft an den Kantonsrat schreibt, wird eine Vielzahl der Vorhaben und Projekte wie geplant und erfolgreich durchgeführt. Es kommt aber immer wieder vor, dass die gesprochenen Beiträge nicht ausbezahlt oder gekürzt werden. Dies beispielsweise, wenn das Vorhaben nicht gemäss Gesuchseingabe umgesetzt wird, eine grosse Diskrepanz zwischen eingereichtem Budget und Projektabrechnung besteht oder die Projektabrechnung nicht innert der gesetzten Frist eintrifft. In einem solchen Fall fliesst der Beitrag in den Lotteriefonds zurück. (sas)