Glocke hat eigenen Kopf

TEUFEN. Ihr Lärm vertrieb die Gäste. Seit eineinhalb Jahren versucht Hotelbesitzerin Barbara Ehrbar-Sutter, die Glocken der Teufner Grubenmannkirche nachts zum Schweigen zu bringen. Zuerst bockte die Behörde, jetzt streikt die Technik.

Karin Erni
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Mesmer Werner Wieser zeigt den Chip, auf den die neue Programmierung des Glockengeläuts gespeichert ist. (Bild: ker)

Mesmer Werner Wieser zeigt den Chip, auf den die neue Programmierung des Glockengeläuts gespeichert ist. (Bild: ker)

Am 13. Juni 2014 hat die Teufnerin Barbara Ehrbar-Sutter bei der Gemeinde ein Gesuch eingereicht. Sie bat darum, dass der Stundenschlag der evangelischen Grubenmannkirche in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr ausbleibe und dass an Samstagen, Sonn- und Feiertagen auf das Geläut um 6 Uhr morgens verzichtet werde. Der Grund: Die Gäste ihres Hotels Anker hätten sich wiederholt über die nächtliche Ruhestörung beklagt. Die Gemeindebehörden zeigten jedoch kein Musikgehör und beschieden Barbara Ehrbar-Sutter, ihr Gesuch «sei in der Öffentlichkeit nicht breitabgestützt». Trotz zeitweiser Überschreitung der Lärmgrenzwerte durfte die Turmglocke nachts weiterschlagen. Der Hitzesommer 2015 brachte das Fass dann zum Überlaufen.

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